Veröffentlicht am: 13.01.2017 um 08:23 Uhr:

Sport: Schuhe wechseln oder nicht?

Kleine Variationen im Bewegungsablauf sind gut, solange man gesund ist. Ist man aber verletzt, könnte es besser sein, Veränderungen zu minimieren, also möglichst gleichmäßig und mit denselben Schuhen zu laufen - so die Runner′s World 7/2014...

» Bisher ging man davon aus, dass Läufer, die zwischen verschieden Laufschuhen wechseln, sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit verletzen. Da man beim Laufen ständig, die gleiche Bewegung wiederholt (circa 10.000-mal pro Stunde), können die beteiligten Körperteile irgendwann an einen kritischen Belastungspunkt geraten. Wenn man die Bewegung ein bisschen verändert, indem man die Schuhe wechselt, auf verschiedenen Untergründen läuft oder das Tempo variiert, verringert man die Wahrscheinlichkeit, diesen Punkt zu erreichen, und minimiert so die Verletzungsgefahr.

Diese Regel gilt aber nur für gesunde Läufer. Reed Ferber, Leiter der Running Injury Clinic an der University of Calgary (Kanada), hat in einer aktuellen Studie festgestellt, "dass bei gesunden Läufern die Daten jedes Schrittes fast genau denen des vorherigen Schritts entsprechen. Bei verletzten Läufern hingegen variieren die Gelenkwinkel und Bewegungen mit jedem Schritt ein wenig."

Ferbers Schlussfolgerung: Schrittvariabilität, auch durch Schuhwechsel, ist eine feine Sache, sofern man gesund ist. Aber bei Verletzungen empfiehlt er (zusätzlich zu Reha-Übungen etc.), Veränderungen zu minimieren. «


Quelle: Runner′s World 7/2014