Veröffentlicht am: 24.06.2016 um 13:22 Uhr:

Berufsleben: Firmenkreditkarte und Privatnutzung

Wissen Sie, wie Sie sich korrekt mit einer Firmenkreditkarte verhalten, wenn Sie diese auch privat nutzen möchten? - Kölner Wochenende hat in der Ausgabe 10 vom 12. März 2016 einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht...

» (dpa/mag). Mitarbeiter müssen mit einer Kündigung rechnen, wenn sie mit einer Firmenkreditkarte private Rechnungen bezahlen – und das dem Arbeitgeber verschweigen. Das geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg hervor (Az.: 7 Sa 194/14), auf die der Deutsche Anwaltverein hinweist. In dem verhandelten Fall hatte ein Vertriebsingenieur auf einer Reise mit privatem Charakter mit der Firmenkreditkarte bezahlt. Das hatte der Beschäftigte dem Arbeitgeber auch nicht ausdrücklich mitgeteilt.

Damit riskiert man seinen Arbeitsplatz, entschied das Gericht. Gibt es keine Vereinbarung hinsichtlich der Nutzung der Firmenkreditkarte, dürfen Mitarbeiter sie nicht für private Zwecke nutzen. Zwar dürften Arbeitnehmer nicht direkt gekündigt werden, wenn sie die Kreditkarte für private Ausgaben nutzen. Wenn Mitarbeiter den Arbeitgeber allerdings nicht darüber informieren, dass sie auch private Ausgaben finanziert haben, sei eine Abmahnung entbehrlich, und sie können unmittelbar gekündigt werden. Dies war hier der Fall. «


Quelle: Kölner Wochenende - 10. Woche - 12. März 2016