Veröffentlicht am: 12.02.2017 um 11:22 Uhr:

Gesundheit: Aufstechen oder nicht?

Es scheuert, drückt und brennt. Doch wenn das der Fall ist, ist es schon zu spät: Blasen an den Füßen sind ein lästiges Über. Das kann man dagegen tun...

» Meist sind neue, noch nicht eingetragene Schuhe schuld: Blasen entstehen durch eine ungewohnt starke Belastung von Hautstellen. Der Körper reagiert darauf mit der Produktion von Flüssigkeit zwischen der äußeren und der darunterliegenden Hautschicht. Bemerkt man beim Laufen eine Reibung an der Haut und dauert der Lauf länger als 30 bis 40 Minuten, dann steigt das Risiko, eine voll entwickelte Blase zu bekommen. Bei Blutblasen werden zusätzlich kleine Blutgefäße beschädigt.

Blasen sollte man nicht ignorieren. Vor allem aber gilt es, Infektionen zu verhindern. Befindet sich die Blase an einer Stelle, die auch beim Tragen anderer Schuhe schmerzt (sowohl Lauf- als auch Straßenschuhe), dann stechen Sie sie mit einer Nadel auf, die Sie zuvor mit Alkohol sterilisiert haben.

Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die Angst vor Infektionen unberechtigt ist und die entsprechende Hautstelle so viel schneller verheilt, als wenn Sie die Blase unbehandelt lassen.

Wichtig aber: Drücken und tupfen Sie die Blase nach dem Öffnen unbedingt mit einem zuvor in Alkohol oder Desinfektionsmittel getunkten Stück Watte oder Mullbinde aus und pflastern Sie die Stelle gut ab. Mit dieser Methode sollte es dogar möglich sein, am nächsten Tag schon wieder zu laufen - allerdings sollten Sie andere Laufschuhe tragen als jene, die zu der Blase geführt haben. «


Quelle: Runner′s World 11/2014