Veröffentlicht am: 02.04.2017 um 15:39 Uhr:

Sport: Laufen macht sexy

Das Laufen wurde uns Menschen buchstäblich in die Wiege gelegt. Wie sich jetzt herausstellte, spielte die läuferische Leistungsfähigkeit möglicherweise auch bei der evolutionären Entwicklung eine Rolle: Gute Läufer hatten bessere Chancen bei der Partnerwahl...

» Forscher der University of Cambridge haben bei 439 Marathon-Finishern die Zeige- und Ringfinger fotografiert. Das Längenverhältnis dieser beiden gilt als Indiz dafür, ob man im Mutterleib einem hohen Testosteronspiegel ausgesetzt war, was wiederum ein verlässlicher Hinweis auf eine hohe Zeugungsfähigkeit ist: Wer einen längeren Ringfinger hat, verfügt über mehr Spermien und hat einen ausgeprägteren Sexualtrieb.

Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass genau diese Männer obendrein bessere Läufer sind: Jenes Zehntel der Männer mit dem "männlichsten" Fingerlängenverhältnis war im Schnitt 24:33 Minuten schneller im Ziel als das Zehntel mit dem "unmännlichsten" Verhältnis. Die Forscher schließen daraus, dass in der menschlichen Entwicklungsgeschichte auch gute läuferische Leistungen ein evolutionärer Vorteil gewesen sein dürften: Die Fähigkeit, Tiere bis zu deren Erschöpfung zu jagen, um sie dann zu erlegen, war für die Menschen der Urzeit von elementarer Bedeutung. Wer beim Laufen länger durchhielt, war ein guter Ernährer und damit ein begehrter Paarungspartner. «


Quelle: Runner′s World - August 2015