Veröffentlicht am: 01.11.2017 um 10:08 Uhr:

Sport: Wer hat Angst vor Schmerzen?

Wie man über Schmerzen denkt, hat Einfluss darauf, wie man sich nach einem harten Training fühlt.

» Absolviert man ein ungewöhnlich hartes Training, beispielsweise einen Lauf mit starkem Gefälle oder anderen ungewohnten Bewegungen, so wird man am nächsten Tag vermutlich mit Muskelkater zu kämpfen haben. Doch wie ausgeprägt ist dieser? Hängt die Schmerzintensität lediglich davon ab, wie stark die Muskeln beschädigt werden? Das glauben die meisten Läufer. Vielleicht gibt es aber noch einen anderen Grund. Das legt zumindest eine interessante Studie der Elon University in North Carolina (USA) nahe. Die Forscher befragten 35 College-Athleten, die ein hochintensives Training absolviert hatten, inwieweit ihre persönliche Einstellung zu Schmerzen die Wahrnehmung des Muskelkaters beeinflusste. Das Ergebnis: Beschäftigt man sich zu sehr mit der Vermeidung von Schmerzen, kann dies in einen Teufelskreis münden. Normale Sportaktivitäten werden erst spät wieder aufgenommen und Heilungsprozesse verzögern sich - oftmals bleiben die Schmerzen. Die Angst davor kann einen Menschen also mehr in seiner Leistung beeinflussen als die Schmerzen selbst. Eine Umfrage zum Thema Ängste ergab zudem: Besorgte Menschen empfinden Muskelkater als schmerzhafter. Finden Schmerzen also nur im Kopf statt? Nicht ganz. Doch offenbar beeinflusst unsere Einstellung zu Schmerzen, wie stark wir auf Muskelkater reagieren. «


Quelle: Runner′s World 11/2016