Veröffentlicht am: 21.03.2017 um 13:30 Uhr:

Gesundheit: Die totale Gleichberechtigung

Frauen sind entgegen der landläufigen Meinung nicht häufiger verletzt als Männer, das Verletzungsrisiko scheint sich zwischen den Geschlechtern die Waage zu halten...

» Es ist eine gängige Auffassung, das Läuferinnen öfter verletzt sind als Läufer, unter anderem weil ihr Quadrizeps-Winkel aufgrund der breiteren Hüfte größer ist. Das ist der Winkel zwischen dem Becken, der Kniescheibe und dem Ansatzpunkt der Patellasehne am Schienbein. Theoretisch gilt: Je größer der Winkel, desto größer ist der Druck auf Knie und Unterschenkel, was im Grunde zu mehr Laufverletzungen führen müsste.

Maha Elashi, Doktorandin an der University of British Columbia, untersuchte in einer aktuellen Studie 68 Männer und 86 Frauen, die sich mit einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm auf ein 10-Kilometer-Rennen vorbereiteten. Die Probanden wurden wöchentlich kontrolliert, um ihren Verletzungsstatus zu bestimmen. Als verletzt wurde eingestuft, wer mindestens drei aufeinanderfolgende Trainingseinheiten wegen Schmerzen ausließ.

Das Ergebnis: Die Frauen hatten 3,66 Verletzungen pro 1000 Trainingseinheiten, die Männer 3,56. Das sind erstens sehr wenige Verletzungen, und zweitens gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern. «


Quelle: Runner′s World Juni 2015