Veröffentlicht am: 03.04.2017 um 19:47 Uhr:

Sport: Eine Frage des Herzens

Was bringt mehr: schneller laufen oder mehr laufen? Laut einer neuen Studie hängt dies von der individuellen Herzfrequenzvariabilität ab...

» Wer seine Laufleistung steigern will, kann entweder die Laufumfänge erhöhen oder die Intensität des Trainings steigern. Forscher aus Finnland machten die Probe aufs Exempel und ließen 29 Läufer acht Wochen lang entweder stark erweiterte Umfänge (bei gleich bleibender Intensität) oder höhere Belastungen (Intervalle und Tempodauerläufe) absolvieren. Anschließend wurden alle Probanden zum Test mit gesteigerter Geschwindigkeit aufs Laufband geschickt. Vergleichsmaßstab war die höchste erreichte Laufgeschwindigkeit am Punkt totaler Erschöpfung.

Das Ergebnis: Die Läufer, die mit hoher Intensität trainiert hatten, erzielten trotz geringer Trainingsumfänge im Schnitt klar bessere Ergebnisse als jene, die große Kilometerumfänge absolviert hatten. Um herauszufinden, ob das möglicherweise eine Frage der Veranlagung ist, ob man also individuell unterschiedlich auf die ein oder andere Trainingsmethode reagiert, wurde vor den Belastungen regelmäßig die Herzfrequenzvariabilität der einzelnen Läufer gemessen. Dabei stellte sich heraus, das Läufer mit einer großen Herzfrequenzvariabilität besonders gut auf hohe Intensitäten ansprechen. Läufer mit einer geringen Variabilität dagegen eher auf hohe Umfänge.

Sprich: Offenbar können Läufer mit einer großen Herzfrequenzvariabilität hohe Belastungen besser vertragen und auch stärker davon profitieren. «


Quelle: Runner′s World Januar 2016


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