Veröffentlicht am: 08.05.2016 um 13:07 Uhr:

Auto und Verkehr: Wie reagiert man richtig bei Geisterfahrern?

Wie verhält man sich, wenn ein Geisterfahrer auf der eigenen Autobahn unterwegs ist? - Oder, wie verhält man sich, wenn man selber zum Geisterfahrer wurde? - Der nachfolgende Artikel von Kölner Wochenende liefert für beide Situationen Infos...

» (dpa/mag). Rund jeder dritte deutsche Autofahrer (36 Prozent) ist schon einmal zum Geisterfahrer geworden. Das ergibt sich aus einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt. Diese Situation ist der Alptraum jedes Autofahrers. Dann bleibt nur wenig Zeit, richtig zu handeln.

„Pro Jahr ereignen sich in Deutschland zwischen 75 und 80 Unfälle durch Geisterfahrer“, sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Etwa jeder sechste dieser Unfälle endet tödlich.

Wer eine Meldung über einen Falschfahrer auf seiner Strecke hört, sollte sofort reagieren. „Fahren Sie am besten auf dem äußerst rechten Fahrstreifen“, rät Jürgen Berlitz vom ADAC. Wird man selbst zum Geisterfahrer, sollte man die Warnblinkanlage einschalten. „Fahren Sie sofort an den nächstgelegenen Fahrbahnrand, stellen Ihr Fahrzeug dicht neben der Leitplanke ab, steigen Sie vorsichtig aus und stellen Sie sich hinter die Leitplanke.“ Dann sollte am besten die Polizei gerufen werden.

Geisterfahrern droht ein Bußgeld von mindestens 200 Euro. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Werden andere gefährdet, droht der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate, im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe.

Informationen unter: www.runtervomgas.de «


Quelle: Kölner Wochenende - Ausgabe 5 - 6. Februar 2016