Veröffentlicht am: 18.04.2017 um 15:13 Uhr:

Berufsleben: Beleidigung als Kündigungsgrund

Beleidigungen ziehen meist Strafen nach sich. Im Job kann diese Strafe unter Umständen die fristlose Kündigung sein...

» dpa-mag). Beleidigen Mitarbeiter ihren Vorgesetzten, müssen sie mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das gilt auch dann, wenn sie ihn in sozialen Netzwerken mti Emoticons verunglimpfen. Darauf weist der Bund-Verlag hin.

Er bezieht sich auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes Baden-Württemberg (Az.: 4 SA 5/16). In dem verhandelten Fall war dem Mitarbeiter eines Maschinenbauunternehmens fristlos gekündigt worden. Er hatte seinen Chef bei einer Facebook-Diskussion unter anderem als "fettes Schwein" bezeichnet - wobei das Schwein durch ein Emoticon symbolisiert wurde. Als der Arbeitgeber davon erfuhr, kündigte er dem Mitarbeiter fristlos. Eine Kündigung wegen einer Beleidigung sei grundsätzlich möglich. Im konkreten Fall hielten die Richter sie jedoch nicht für verhältnismäßig. Denn dem Arbeitnehmer sei die Tragweite seines Tuns nicht bewusst gewesen. Auch sei der Arbeitnehmer seit 16 Jahren in dem Unternehmen tätig, und es habe nie Probleme mit ihm gegeben. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel - 3. KW vom 18. Januar 2017