Veröffentlicht am: 20.04.2017 um 12:30 Uhr:

Sport: Laufen Sie dem Stimmungstief davon

Sport hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Unter anderem schützt er vor Depressionen und kann sogar helfen, diese zu bezwingen

» Körperliche Bewegung baut Stress ab und schützt vor depressiven Störungen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch bisher wusste man nicht, welche Mechanismen dahinter stecken. Eine Studie des schwedischen Karolinska-Istitute bringt nun etwas Licht ins Dunkel. In Versuchen mit Mäusen fanden die Forscher heraus, dass unter Stresseinfluss in der Leber vermehrt der Signalstoff Kynurenim gebildet wird, der über das Blut ins Gehirn wandert und dort Depressionen auslösen kann. Andererseits führt körperliche Aktivität dazu, dass die Muskeln ein bestimmtes Protein bilden, das die Depressionssignale im Blut unschädlich macht. "Wir wollten eigentlich nachweisen, dass trainierte Muskeln irgendeine Substanz abgeben, die sich positiv auf das Gehirn auswirkt", so Studienleiter Jorge Ruas. "Doch stattdessen fanden wir heraus, dass sie eine Substanz produzieren, die den Körper von Schadstoffen befreit. Trainierte Muskeln haben also eine Reinigungsfunktion ähnlich wie Niere oder Leber." «


Quelle: Runner′s World Januar 2015