Veröffentlicht am: 29.04.2017 um 19:00 Uhr:

Gesundheit: Der Trick mit der Schote

Wer sein Essen regelmäßig mit scharfen Gewürzen spickt, tut nicht nur etwas für seine Gesundheit, sondern lebt auch länger. Zu diesem Schluss kam eine chinesische Studie mit knapp einer halben Million Probanden...

» Schon seit Langem wird scharfen Gewürzen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen, und es gab auch schon viele wissenschaftliche Untersuchungen, in denen ihre positive Wirkung auf das Her-Kreislauf-System nachgewiesen wurde. Meist ging es dabei um den Wirkstoff Capsaicin, der in verschiedenen Paprika-Arten wie etwa Chilis vorkommt. Laut diesen Studien wirkt der Scharfmacher entzündungshemmend und senkt den Blutdruck. Doch meist waren die Studien nicht sehr aussagekräftig, da die Zahl der Teilnehmer nicht sehr groß war.

Nun haben chinesische Ernährungswissenschaftler in einer groß angelegten Studie die Daten von einer halben Million Erwachsenen in unterschiedlichen Städten Chinas ausgewertet. Über mehrere Jahre hinweg hatten die Forscher unter anderem das Essverhlaten der Probanden beobachtet. Das Ergebnis: Menschen, die ihr Essen häufiger scharf würzen, haben ein geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen zu sterben, als jene, die mit den Gewürzen zurückhaltender umgehen. Konkret: Wer täglich scharf isst, hat ein um 14 Prozent geringeres Sterberisiko als jemand, der das weniger als einmal pro Woche tut. Außerdem sinkt durch das scharfe Würzen das Krebsrisiko.

Aber heißt das nun, dass man jeden Tag Chilis essen muss, bis einem die Augen tränen? Nein, sagen die Forscher, es kommt auf die gesamten Lebensumstände an. Doch so viel ist sicher: Wer gelegentlich scharfe Gewürze wie Chili und Co. in eine ausgewogene und gesunde Ernährung streut, wird davon gesundheitlich profitieren. «


Quelle: Runner′s World November 2015