Veröffentlicht am: 06.07.2017 um 18:35 Uhr:

Kölner Verkehrsbetriebe: Einfacher können Sie kein Geld sparen!

Aktuell scheinen die Kölner Verkehrsbetriebe diesen Slogan all zu ernst zu nehmen. Bei der kleinsten Störung liefern die Damen und Herren der KVB keine Lösungen, sondern lassen die Kunden im Regen stehen...

Beispiele gefällig?

Am 22.06.2017 fuhr ein Wagen der Linie 4, der mit dem Ziel Schlebusch ausgeschildert war nur bis zur Haltestelle Keupstraße. - Eine Durchsage des Fahrers gab es nicht und da er den Führerstand schnellstmöglich verlassen wollte, hatte er wohl auch keine Möglichkeit mehr alle Türen zu öffnen...

23.06.2017 fuhren Bahnen der Linie 4 ohne, dass diese auf der Fahrplanauskunft zu finden waren.

Der Bus der Linie 151/152 ließ mehrfach in der Kalenderwoche 26 seine Fahrgäste den Bus wechseln.

06.07.2017 die Linie 4 fuhr nur bis Köln-Deutz, um dann die Passagiere bei Regen und Gewitter an der Haltestelle stehen zu lassen.

Sicher, die KVB kann für Störungen und Unfälle nur bedingt etwas, aber so kundenfreundlich wie man sich aktuell gibt, stelle ich nun eine Gegenrechnung auf - ohne dabei jemanden zu ermutigen - aber um den einen oder anderen einmal wach zu rütteln, bei der KVB...

Die Kölner Verkehrsbetriebe werben in Bussen und Bahnen mit folgendem Plakat:

Schwarzfahrer-Werbung

Ich bin in den letzten 6 Monaten fast täglich mit der KVB beruflich gefahren. - Mal mehr, mal weniger zufrieden (s.o.).

Für mein Monatsticket im Abo (Stadtgebiet Köln) zahle ich schlappe 82,30 Euro im Monat.

Das sind in sechs Monaten 493,80 Euro. - Nicht gerade wenig Geld... Und vor allem, die Kölner Verkehrsbetriebe können mit diesem Geld sicher arbeiten, denn ich zahle im Voraus für den gesamten Monat. Ob die Bahnen und Busse fahren oder auch mal nicht...

In den sechs Monaten, von Januar bis Juni, bin ich in Summe drei Mal(!!!) kontrolliert worden...

Und jetzt kommt die spannende Rechnung:

Wer drei Mal im halben Jahr kontrolliert wird, hätte also 180 Euro Strafe bezahlt. - Statt 493,80 Euro!

Wenn Sie mich fragen, dann gibt es mindestens drei Gründe, warum die KVB trotz der doch recht hohen Beförderungsgebühren defizitär agieren - 81 Prozent Kosten-Deckung (laut WDR Lokalzeit Köln):

* Schlechter Service verschreckt Kunden
* Defekte Automaten führen dazu, dass mögliche Kunden keine Fahrkarten ziehen können
* Wenige Kontrollen machen es Schwarzfahrern leicht Geld zu sparen

Ich stehe Ihnen, den KVB-Verantwortlichen, gerne mit Rat und Tat zur Seite, dass Sie einmal die Kundensicht verstehen können, denn es wirkt so, als würden Sie in Ihrem Elfenbeinturm in der Scheidtweilerstr. Ihre Kunden nicht verstehen... Schade!