Veröffentlicht am: 12.09.2017 um 11:55 Uhr:

Bundestagswahl: Zwei Fragen deren Antworten mich persönlich interessieren – an die FDP gerichtet

Am 13. August 2017 sandte ich, im Vorfeld der Bundestagswahl, folgende Mail mit den beiden Frage an die FDP - info@fdp.de:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Vorfeld des anstehenden Bundestagswahlkampfes habe ich heute zwei Fragen an Sie und bitte um zeitnahe Beantwortung dieser:

1) Sollten Sie nach der Wahl an der Regierung beteiligt sein, wie gedenken Sie die Situationen in den Flüchtlingsländern so zu verändern/verbessern, dass sich die Flüchtlinge nicht mehr auf den gefährlichen, beschwerlichen Weg nach Europa machen (müssen).
Türkische "Abfanglager", die Hoffnung, dass das Mittelmeer noch mehr Opfer fordert bzw. abschreckend wirkt oder das beharren auf das Dublin-Abkommen sind meiner Ansicht nach eher Anzeichen von Ohnmacht, denn von vernünftigen Plänen für die Zukunft.

2) Sollten Sie nach der Wahl an der Regierung beteiligt sein, wie werden Sie (deutsche) Verbraucher vor sogenannten Fakeshops schützen? - Diese wachsen nach meinen Beobachtungen, wie Pilze aus dem Boden und selbst namhafte Konzerne scheinen keine probaten Mittel gegen diese moderne Form der Piraterie zu haben.

Diese beiden Themen brennen mir aktuell auf den Nägeln, weil Sie auch nicht unbedingt im direkten Wahlkampf-Fokus stehen und daher bin ich gespannt auf Ihre Antworten.

Vielen Dank schon einmal vorab.


Mit freundlichem Gruß
...

Als Antwort erhielt ich am 14. August 2017 folgende Mail:


» Sehr geehrter Herr Leuschner,


haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an unseren Standpunkten.


Wir Freie Demokraten setzen uns für eine europäisch abgestimmte, effektive und wirksame Entwicklungszusammenarbeit ein, die auf Qualität der eingesetzten Mittel setzt, statt auf deren Quantität. Dabei legen wir Wert auf eine bessere Differenzierung bei der Auswahl der Partnerländer. Es muss verstärkt auf die Kriterien Bedarf, Leistungsfähigkeit, Entwicklungsbereitschaft und Effizienz der Maßnahmen geachtet werden. Nötig sind neue Kooperationen zur Integration der deutschen und lokalen Privatwirtschaft und Entwicklungspartnerschaften mit neuen Gebern. Wir fordern kohärentere Ansätze innerhalb der Bundesregierung und der Europäischen Union, insbesondere zwischen Wirtschafts-, Außen-, Handels- und Entwicklungspolitik sowie in Abstimmung mit der europäischen Entwicklungszusammenarbeit. Zusätzlich ist eine abgestimmte Außen-, Sicherheits-, Handels-, und Entwicklungspolitik nötig, die verstärkt auf Krisenprävention und Konfliktbewältigung als wichtigstes Mittel zur Bekämpfung von Fluchtursachen setzt. Unsere Forderung nach internationaler Zusammenarbeit finden Sie hier: https://www.fdp.de/asylpolitik_fluchtursachen-wirksam-bekaempfen .


Wir Freie Demokraten forderten bereits 2016 ein stärkeres Engagement der EU und eine Fokussierung auf die Politikentwicklung in den betroffenen Herkunftsstaaten. Im Detail können Sie das hier: https://www.fdp.de/einwanderung-und-integration_ursachenbekaempfung-muss-priorisiert-werden nachlesen.


Wir teilen Ihre Meinung, dass ein Festhalten am aktuell bestehenden Dublin-Abkommen keine Lösung ist, deshalb halten wir eine umfassende Reform des Dublin-Systems für längst überfällig. Unsere Kritik finden Sie hier: https://www.fdp.de/europa_merkel-hat-weiterhin-geltende-dublin-regeln-ignoriert .


Für weitere Informationen zum Thema Flüchtlings- und Entwicklungspolitik empfehlen wir folgende Links, die Sie zu den Punkten in unserem Wahlprogramm führen:


https://www.fdp.de/wp-modul/btw17-wp-a-142
https://www.fdp.de/wp-modul/btw17-wp-a-144
https://www.fdp.de/wp-modul/btw17-wp-a-80

Wir Freie Demokraten vertrauen auf den mündigen Bürger und selbstbestimmten Verbraucher. Entscheidend für eine souveräne Konsumentscheidung sind klare, verständliche und verbraucherfreundliche Informationen sowie Transparenz und Vergleichbarkeit über die verschiedenen Produkte und Webseiten. Dem Betrug an den Verbrauchern, wie er durch Fakeshops entsteht, ist entschieden entgegenzuwirken. Allerdings sind wir Freie Demokraten der Ansicht, dass bisherige gesetzliche Regelungen der Verfolgung und Ahndung ausreichen - sie müssen allerdings konsequent angewendet und durchgesetzt werden. Darüber hinaus gibt es diverse Möglichkeiten für die Verbraucher, sich über verdächtige Webseiten zu informieren. Dies alles entbehrt jedoch nicht der Arbeit der Sicherheitsbehörden.

Mit freundlichen Grüßen
... «

Sie haben ja nun den Inhalt der Antwort selbst gelesen und daher verzichte ich auf eine persönliche Bewertung des Inhalts.

Aber eines möchte ich Ihnen dennoch gerne aufzeigen.

Mit Hilfe des BlaBlaMeters habe ich den BlaBla-Faktor meiner Frage-Mail und der Antwort-Mail der Partei analysieren lassen und dabei folgendes Ergebnis erhalten:

Bullshit-Index meiner Frage-Mail: 0,11 - Ihr Text zeigt nur geringe Hinweise auf ′Bullshit′-Deutsch.

Bullshit-Index der Antwort der FDP: 0,5 - Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?

Hinweis: Dieser Artikel wird automatisch am 31.10.2017 von FJL-Fotodesign.de gelöscht.