Veröffentlicht am: 28.01.2018 um 11:54 Uhr:

Auto und Verkehr: Zusatzkosten für das Knöllchen

Wer glaubt, dass er mit einem Leihwagen oder einem Carsharing-Fahrzeug vor Knöllchen gefeit ist, dürfte sich am Ende wundern, wenn dieses Knöllchen teurer ausfällt. Warum, das hat der Kölner Wochenspiegel im Oktober 2017 erläutert...

» (dpa-mag). Auch wer mit einem Miet- oder Carsharingauto fährt, muss für seine Fehler hinter dem Steuer geradestehen. Wer zu flott unterwegs war oder falsch geparkt hat, kann auch hier einen Bußgeldbescheid bekommen. Aber nicht nur das. Denn es fallen noch zusätzliche Bearbeitungsgebühren für die Weiterleitung des Knöllchens an, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mitteilt. Sie hat hierzu Angaben von sechs Mietwagenfirmen, vier Carsharing-Anbietern und zwei Vermittlungsportalen erfragt.

Die Anbieter verlangen zwischen 5 und 61 Euro als "Servicepauschale". Diese fällt im Inland und bei Carsharern meist günstiger aus. Hier zahlen die Fahrer für die Weiterleitung zwischen 5 und 18 Euro. Im Ausland müssen sie dabei häufig 10 bis 20 Euro bezahlen.

Mietwagenanbieter fordern von 18,50 bis 29,75 Euro. Im Ausland lägen die Pauschalen in der Regel je nach Land zwischen 35 und 40 Euro. Dabei gibt es Ausreißer nach oben und unten. Für eine Weiterleitung aus Italien verlangt ein Anbieter 61 Euro und aus Spanien über 42 Euro, während ein anderer 25 Euro für Spanien nimmt.

Um solche Kosten zu vermeiden, können Kunden versuchen, sich selbst an die Behörden zu wenden. Wer mitbekommt, dass sein Verkehrsverstoß aufgenommen wurde, könne dort fragen, ob sich das Bußgeld direkt an ihn schicken lässt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fragte nach Gebühren für Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel vom 28. Oktober 2017

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