Veröffentlicht am: 13.11.2017 um 20:43 Uhr:

Retro Classics Cologne: „Keimzelle der Automatisierung“

Vergessens Pionierleistung: Auf der RETRO CLASSICS COLOGNE wird die „Geschichte der Autostadt Köln“ lebendig

» In Köln regiert der Karneval, das weiß jeder. Weit weniger bekannt ist, dass die Stadt auch eine lange Tradition im Kraftfahrzeugbau besitzt. So wurde der erste Otto-Motor Mitte der 1860er in der Kölner Servasgasse konstruiert und im Stadtteil Ehrenfeld 1899 die Firma „August Horch & Cie“ gegründet. Die günstigen Verkehrsanbindungen, die Nähe zum Ruhrgebiet sowie zum 1927 eingeweihten Nürburgring machten den Kölner Großraum schon früh zu einem bedeutenden europäischen Produktionsstandort. Auf der RETRO CLASSICS COLOGNE (24. bis 26. November) eröffnet die Sonderschau „Geschichte der Autostadt Köln“ einen spannenden Blick zurück zu den Anfängen (Halle 5.2).

„Obwohl vieles von Köln ausging, wird dieser Teil der Industriegeschichte kaum beleuchtet“, sagt Horst Nordmann, Vorstandsmitglied des Veteranen-Fahrzeug-Verbands e.V., der die Ausstellung organisiert. „Dabei wäre das erste Auto ohne Otto-Motor gar nicht gefahren. Köln ist die Keimzelle der Automobilisierung.“ Seit vielen Jahren kämpfe der Verband um eine bessere Wahrnehmung der eigenen Technikgeschichte, die „komplett vergessen wurde“. Erst allmählich sei das Interesse gestiegen – für manch ehemaliges Werksgebäude im Stadtgebiet leider zu spät.

Neben einer aufwändigen Projektion historischen Bildmaterials erwarten die Besucher insgesamt 16 seltene Fahrzeuge, darunter ein 1903 in Sülz gebauter Vis-à-vis der „Motorfahrzeugfabrik Köln, Uren, Kotthaus & Co.“ und ein Citroën Traction Avant aus dem 1927 eröffneten Werk in Köln-Poll – die legendäre „Gangster-Limousine“. Auch an die erfolgreiche Zweiradgeschichte wird erinnert: Mit ihren sieben PS und Riemenantrieb zeugt eine Maschine der Marke „Allright“ (1906) von waghalsigen Pioniertaten am Rhein.

Näheres im Internet unter:
www.retro-classics-cologne.de
www.veteranen-fahrzeug-verband.de «


Quelle: Pressemitteilung Nr. 3 der RETRO Messen GmbH vom 25. September 2017
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