Veröffentlicht am: 29.07.2016 um 15:42 Uhr:

Auto und Verkehr: Handy am Steuer: Unnötig gefährlich

Vermutlich haben Sie es schon einmal gehört: Das Handy am Steuer ist laut Straßenverkehrsordnung verboten. - Aber nicht allein das Verbot sollte Sie von der Nutzung abhalten, sondern auch Ihr gesunder Menschenverstand...

» (dpa/mag). Für Autofahrer kann schon ein ganz kurzer Griff zum Handy gefährlich werden.

„Wer bei 100 Stundenkilometer zwei Sekunden auf das Mobiltelefon schaut, fährt 60 Meter blind“, sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE).

Das Problem liegt nicht allein beim fehlenden Straßenblick. „Das Gehirn ist länger als diese zwei Sekunden abgelenkt“, erläutert Hack. Denn es muss die Informationen vom Display noch verarbeiten.

Die Staßenverkrsordnung (StVO) verbietet daher, das Smartphone in die Hand zu nehmen und zu nutzen. Das Tippen einer SMS ist ebenso verboten wie das Telefonieren mit dem Gerät am Ohr.

Selbst wenn man nur die Uhrzeit nachschauen will, kann es ein Bußgeld geben. Das beträgt 60 Euro. Dazu gibt es einen Punkt in Flensburg. Erlaubt ist, sein Smartphone zu greifen und dem Beifahrer zu reichen, damit dieser etwa einen Anruf annehmen kann.

Eine Alternative, um Nachrichten lesen und schreiben zu können, bieten Sprachsteuerung und Sprachausgabe der Geräte.

Ebenfalls erlaubt ist das Telefonieren per Freisprechanlage oder Headset. Hack differenziert: „Es gibt Autofahrer, die besser damit zurechtkommen als andere.“ Er macht es auch vom Inhalt des Gesprächs abhängig. Oberflächliches Geplauder kann sogar die Aufmerksamkeit hochhalten, weil man wach bleibt. Wird es aber emotional oder anspruchsvoll, zum Beispiel bei Streitigkeiten mit dem Partner oder Geschäftsverhandlungen, sollte man dabei nicht auch noch sein Auto steuern müssen. Dann gilt: rechts ranfahren. «


Quelle: Kölner Wochenende – Ausgabe 20 – 21. Mai 2016