Veröffentlicht am: 03.12.2017 um 11:10 Uhr:

Internet: Versprechen aus dem Web – aus dem Jahr 2013!

Als ich die nachfolgenden Zeilen gelesen habe, habe ich mich bestätigt gesehen, nicht jedem Hype zu folgen. - Interessant ist, dass diese Zeilen bereits aus dem Jahr 2013 stammen, also schon etwas mehr als vier Jahre alt sind...

» Google schaltet seinen „Google Reader“ zum 1. Juli ab. Mit ihm ließen sich RSS-Feeds lesen. So kann es gehen – „Frühlingsputz“ nennt Google das. Der Putzteufel hat bereits eine Reihe anderer Services in Rente geschickt. Ich hatte mal einen MySpace-Account. Das war dieser gehypte Online-Dienst, Vorgänger von Facebook, bei dem man Bilder und Dokumente speichern konnte. Ich habe gekündigt, als es Gerüchte um die Einstellung gab. Ich möchte nicht mehr über die Zeit nachdenken, die ich damit verbracht habe, auf dieser Site gespeicherte Informationen herunter zu laden und zu sichern. Gelernt habe ich wenig daraus, heute speichere ich Bilder in meiner dropbox, ebenfalls online. Meine MP3s liegen bei Amazon in der Cloud. Facebook verspricht uns, immer kostenlos zu bleiben. Aber was bedeutet die Einführung eines sogenannten „sponsored post“, wenn nicht ein Bezahlmodell? Erst wenn Sie löhnen, werden Ihre Beiträge möglichst vielen „Freunden“ angezeigt. So ist das mit virtuellen Online-Anbietern, man muss ihnen trauen wollen. Auf lose Versprechen der Webfirmen hin, begeben wir uns in die digital-wolkige Abhängigkeit. Die aktuelle Google-News führt mir wieder vor Augen, wie schnell solche Webdienste kommen und gehen. Ich nehme mir künftig vor, meine Fotos zusätzlich wieder lokal zu speichern und die Lieblingsbilder öfter als echten Print zu archivieren. [...] «


Quelle: Thorsten Höge, Chefredakteur – FotoMagazin 5/2013