Veröffentlicht am: 11.12.2017 um 09:09 Uhr:

Reisen: Pauschalreiserecht

Im Reiserecht ändert sich im Sommer 2018 etwas entscheidendes, aber lesen Sie selbst...

» (dpa-mag). Für Pauschalurlauber ändert sich ab dem Sommer 2018 die rechtliche Lage. Die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in Deutschland tritt dann in Keaft. Das soll einige Vorteile bringen, hat aber auch handfeste Nachteile für Verbraucher. So gilt das Pauschalreiserecht künftig nicht mehr für Ferienwohnungen und Ferienhäuser aus dem Angebot von Reiseveranstaltern. Auch Tagesreisen bis 500 Euro sind nicht mehr abgedeckt. Beides war bislang eine Besonderheit des deutschen Reiserechts. "Der Reisende verliert hier seinen über 30-jährigen-Schutz", sagt der Reiserechtler Ernst Führich. Eine Verschlechterung der rechtlichen Absicherung des Urlaubs, sagen auch Verbraucherschützer.

Beispiel: Der Urlauber bucht bei einem Reiseveranstalter ein Ferienhaus in Spanien. Vor Ort stellt sich heraus: Die Unterkunft ist völlig verdreckt. Bislang konnte der Gast nach der Reise verhältnismäßig bequem vom Veranstalter einen Teil des Geldes zurückfordern, bei Weigerung per Gericht am Stammsitz des Veranstalters. Das ist nun unter Umständen nicht mehr so einfach. "Der Veranstalter kann in den AGB vereinbaren, dass bei spanischen Ferienhäusern spanisches Recht gilt und ein spanisches Gericht urteilt", sagt Führich. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel vom 11. Oktober 2017

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