Veröffentlicht am: 17.12.2017 um 10:57 Uhr:

Fotografie: Brauche ich RAW-Dateien?

Viele Kameras können Bilder sowohl als JPEG- und/oder als RAW-Dateien speichern. Der nachfolgende Artikel aus der Fotozeitschrift "Foto Praxis 6/13" erläutert, was hinter RAW-Dateien steckt und wann man dieses Format wählen sollte und wann lieber das JPEG-Format...

» Das RAW-Format nimmt Fotos im Rohdatenformat auf und ist damit ein "digitales Negativ". Die Bilddateien landen so auf der Speicherkarte, wie der Bildsensor sie ursprünglich gesehen hat, was bedeutet, dass es weder technische Optimierungen, noch Kompressionsmaßnahmen seitens der Kamera gibt, das Bild also de facto verlustfrei ist. Das erklärt auch die im Vergleich zu augenscheinlich gleichwertigen JPEG-Dateien riesigen Dateigrößen von 25 Megabyte und mehr pro Foto. Der Vorteil von RAW-Dateien liegt in ihrer optimalen Nachbearbeitung. Nachträgliche Belichtungs- und Farbanpassungen lassen sich hier in deutlich größerem Umfang durchführe, als bei den bereits von der Kameraautomatik bearbeiteten JPEGs. Wegen des enormen Speicherplatz-Verbrauchs und der je nach Hersteller nicht immer zu jedem Bildbearbeitungsprogramm kompatiblen proprietären RAW-Dateiformate, ist es jedoch zu empfehlen, für die üblichen Schnappschüsse JPEG zu benutzen und das RAW-Format bei Bedarf zuzuschalten. «


Quelle: Foto Praxis 6/13