Veröffentlicht am: 25.12.2017 um 13:41 Uhr:

Recht: Keine Entschädigung für Verspätung

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Flieger sitzt ein Betrunkener, der auch noch Drogen konsumiert hat. Und dieser Fluggast randaliert so, dass Ihr Flieger eine Zwischenlandung einlegen muss. - Steht Ihnen dann eine Entschädigung zu oder doch eher nicht? - Der Kölner Wochenspiegel hat hierzu einen Artikel veröffentlicht...

» (dpa-mag). Bei großen V: Auf dem unmittelerspätungen durch einen randalierenden Fluggast steht den anderen Passagieren keine Entschädigung zu. Denn ein solcher Vorfall gilt als außergewöhnlicher Umstand, entschied das Amtsgericht Frankfurt am Main (Az.: 32 C 4265/14 (72)).

In dem Fall ging es um einen Flug aus der Dominikanischen Republik zurück nach Deutschland, der sein Ziel erst mit mehr als 17 Stunden Verspätung erreichte. Der Grund: Auf dem unmittelbaren Vorflug hatte ein Passagier randaliert und konnte auch in Handschellen - nicht ruhiggestellt werden. Er war offenbar betrunken und stand unter Drogeneinfluss. Der Pilot landete aus Sicherheitsgründen auf den Azoren zwischen, die Maschine musste dort eine Pause einlegen. Die Kläger sahen kein Geld. Denn es habe sich um einen nicht zu kontrollierenden Ausnahmezustand gehandelt, so das Gericht. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel vom 21. Juni 2017