Veröffentlicht am: 03.04.2018 um 10:00 Uhr:

Auto und Verkehr: Richtig aus der Spur - Das Reißverschluss-Verfahren

Wer hat Vorfahrt beim Fahrstreifenwechsel auf der Autobahn, wie verhält man sich korrekt an einer Engstelle? Der ADAC sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen - Das Reißverschluss-Verfahren...

» Fehler am Flaschenhals: Vor einer Fahrbahnverengung kommt es zu einem unnötigen Stau, weil sich etliche Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten. Sie wechseln schon Hunderte Meter vorher von links auf die rechte Spur [Anm.: In diesem Beispiel verjüngt sich die Autobahn von zwei Spuren auf eine und zwar auf die rechte.] - und bringen damit den Verkehrsfluss auf beiden Streifen unnötig ins Stocken. Dabei ist es so einfach! Endet eine Fahrspur oder ist sie wegen eines Hindernisses nicht mehr befahrbar: muss laut Straßenverkehrsordnung (§ 7, Abs. 4, StVO) das Reissverschlusssystem angewandt werden: Die Fahrzeuge ordnen sich abwechselnd (immer eines rechts und eines links) nacheinander auf der weiterführenden Spur ein - und zwar erst unmittelbar vor Ende des wegfallenden Fahrstreifens. Mit anderen Worten: Jene, die bis zum Hindernis vorfahren, verhalten sich korrekt.

Auch auf der rechten Seite werden Fehler gemacht: Statt mit sturem Blick geradeaus weiterzufahren, müssen die Autofahrer hier die anderen Verkehrsteilnehmer einfädeln lassen. Diese sind keine Drängler, sondern machen alles richtig. Und warum funktioniert das immer wieder so schlecht? ADAC Verkehrspsychologin Nina Wahn: "Aus Unkenntnis, aber auch wegen der Befürchtung, direkt vor der Verengung nicht mehr auf die freie Spur gelassen zu werden. Zudem will niemand gern als Drängler gelten. Und die Fahrer auf der weiterführenden Spur sagen sich: "Jetzt hab ich so lange bis hierher gebraucht, da soll der mal schön warten." «


Quelle: ADAC motorwelt 4/2017 - Text: Claus Christoph Eicher

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