Veröffentlicht am: 29.11.2016 um 12:16 Uhr:

Auto und Verkehr: Fahrassistent erkennt Müdigkeit

Müdigkeit im Auto ist gefährlich. - Kölner Wochenende hat hierzu einen Artikel zum Thema Fahrassistent veröffentlicht...

» (dpa/mag). Studien belegen, dass Autofahrer mit zunehmender Fahrtdauer immer unaufmerksamer werden. Müdigkeit und nachlassende Konzentration senken die Reaktionszeit nach vier Stunden um etwa die Hälfte. Es gibt Fahrassistenzsysteme in unterschiedlichen technischen Varianten, die den Fahrer rechtzeitig warnen. Im Fokus der ausgeklügelten Elektronik steht dabei das Fahrverhalten. Das System, auch Aufmerksamkeits-Assistent genannt, beobachtet und analysiert vor allem die Lenkbewegungen, sagt der TÜV Nord. Die Software erstellt zu Beginn der Fahrt ein Profil und analysiert das Fahrverhalten ab einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometer (zum Beispiel bei VW) oder 80 Stundenkilometer (bei Mercedes). Die Idee dahinter: Wer müde wird, macht öfter kleine Lenkfehler und versucht, sie abrupt zu korrigieren. Das erkennt die Elektronik, die als Lenkwinkelsensor oftmals als Teil des Schleuderschutzes ESP verbaut ist. Auch die Fahrtdauer, das Blinkverhalten oder die Betätigung der Pedale fließen in die Berechnung ein.

Verhält sich der Fahrer auffällig und wird messbar müde, schlägt das System Alarm - durch ein akustisches Warnsignal und eine Anzeige im Cockpit. Ähnliches passiert beim Spurhalte-Assistenten, der ebenfalls als Müdigkeitserkennung dient. Dabei werden die Bilder einer Videokamera ausgewertet. Das System achtet auf Fahrbahnmarkierungen und erkennt, wenn der Fahrer die vorgesehene Spur verlässt, also zwischen den Spuren hin- und herpendelt. «


Quelle: Kölner Wochenende - Ausgabe 21 - 28. Mai 2016