Veröffentlicht am: 03.08.2016 um 18:51 Uhr:

Fotografie: Was können Sie dagegen tun - Einige Fotos sind unscharf

fotoMAGAZIN hat in der Ausgabe 6/2010 einen Tipp, wie Sie das Problem der unscharfen Fotos lösen können...

» Eine der häufigsten Ursachen ist die Verwacklung, die durch die Bewegung des Fotografen entsteht. Abhilfe schafft ein Stativ, provisorisch kann man die Kamera beispielsweise auf einer Mauer ablegen. Wer aus der Hand fotografiert, sollte darauf achten, dass die Belichtungszeit kürzer als der Kehrwert der kleinbildäquivalenten Brennweite ist.

Bei 300 mm wäre also 1/320 s nicht zu überschreiten. Verlängern lässt sich diese Zeit durch Bildstabilisatoren, die meist zwei bis drei Blendenstufen länger Zeiten erlauben. In unserem Beispiel mit dem 300-mm-Tele würden drei Blendenstufen 1/40 s ermöglichen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich mehrere Aufnahmen zu machen.

Gegen Unschärfe durch Eigenbewegungen des Motivs hilft kein Stativ, sondern nur eine kurze Belichtungszeit. Bei sich konstant in eine Richtung bewegenden Motiven (z.B. Autos) ist da Mitziehen der Kamera beliebt - so lassen sich auch bei vergleichsweise langen Belichtungszeiten Bewegungen einfrieren und vom verwischten Hintergrund abheben.

Als dritte Ursache kommen Fehlfokussierungen in Frage. Vor allem bei SLRs mit großen Bildsensoren und lichtstarken Objektiven kann wegen der geringen Schärfentiefe bereits eine kleine Abweichung zu ungewollter Unschärfe führen. Der Fotograf sollte daher genau darauf achten, wo das AF-Messfeld liegt - bei einem Portrait beispielsweise auf den Augen und nicht auf der Nase.

Treten trotzdem Probleme auf, so kann bei Spiegelreflexkameras eine Fehljustierung zwischen Objektiv und AF-Sensor vorliegen. Höherwertige SLRs erlauben eine entsprechende Feinjustage. «


Quelle: fotoMAGAZIN 6/2010