Veröffentlicht am: 13.08.2016 um 15:55 Uhr:

Auto und Verkehr: Ab wann wird Halten zum Parken?

Sie haben es sicher in der Fahrschule gelernt: Wann gilt die Bezeichnung Halten und wann die Bezeichnung Parken? - Falls Sie es nicht mehr so genau wissen, dann können Sie hier nachlesen, was Kölner Wochenende in der Ausgabe 7 vom 20. Februar 2016 hierzu schreibt...

» (dpa/mag). Mal eben kurz am Straßenrand halten, um einen Mitfahrer rauszulassen oder schnell was in die Wohnung bringen - das hat fast jeder schon gemacht. Wer aber länger als drei Minuten an einer Stelle steht, der parkt, erklärt Christian Janeczek, Verkehrsrechtsexperte in Leipzig. Und das kann da, wo Parken nicht erlaubt ist, mindestens zehn Euro Bußgeld kosten.

Doch nicht nur das. Denn beim Halten muss der Fahrer sein Auto immer im Blick behalten. Er muss eine "permanente Zugriffsmöglichkeit" haben, sagt Janeczek. Wer also kurz in seine Wohnung oder in ein Geschäft entschwindet, parkt rein rechtlich ebenfalls.

Die Warnblinkanlage sollte dabei übrigens aus bleiben. "Diese darf nur eingesetzt werden, um vor Gefahr zu warnen". Beim Halten ist aber keine Gefahr in Verzug. Aber: "Die missbräuchliche Nutzung dürfte in Tateinheit bewertet werden." In dem Fall wird nur das höhere der beiden Bußgelder fällig. Ansonsten werden für den ungerechtfertigten Einsatz der Warnblinker fünf Euro fällig.

Grundsätzlich nicht erlaubt: das Halen in zweiter Reihe. Das kostet ab 15 Euro Bußgeld. Auch auf dem Fahrradschutzstreifen dürfen Autofahrer nicht kurz stoppen - das wird mit zehn Euro geahndet. Wer dann auch noch das Auto verlässt, kurz weggeht oder länger als drei Minuten steht, kann mit einem noch größeren Bußgeld rechnen: Auf einem Fahrradschutzstreifen kostet das mindestens 20 Euro. Infos unter www.gesetze-im-internet.de «


Quelle: Kölner Wochenende - Ausgabe 7 - 20. Februar 2016