Veröffentlicht am: 09.10.2016 um 14:39 Uhr:

Berufsleben: Eine Kündigung richtig vermitteln

Kündigungen sind manchmal notwendig, aber als Vorgesetzter sollte man sich auf das Gespräch mit dem Mitarbeiter vorbereiten. Der Kölner Wochenspiegel hat einen Artikel mit entsprechenden Tipps für solch ein Gespräch veröffentlicht...

» (dpa-mag). Vor einer Kündigung sollten sich Führungskräfte gut überlegen, wie sie die schlechte Nachricht vermitteln. Denn ihren Angestellten zieht der erzwungene Abschied oft den Boden unter den Füßen weg. "Kündigungen sind ein massiver, negativer Eingriff ins Leben", erklärt Gisela Mohr, emeritierte Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Leipzig.

Oft liegen die Ursachen in einer Umstrukturierung des Unternehmens - und damit nicht beim Arbeitnehmer selbst. Diesen Umstand sollte man entsprechend erklären.

Auch auf die Frage "Warum gerade ich?" sind Chefs in dem Fall lieber gefasst. "Sie sollten dafür eine sinnhafte Logik vermitteln", erklärt Mohr. Konkret heißt das: transparent machen, nach welchen Kriterien die gestrichene Stelle ausgewählt wurde. Das können zum Beispiel die Einführung neuer Technologien oder die Veränderung des Produktangebots sein.

Neben den Gründen für die Entlassung sollten Vorgesetzte Wertschätzung für den Mitarbieter transportieren. "Ein knappes "Danke" genügt nicht", betont die Professorin. Konkrete Leistungen des Kollegen sollten gewürdigt werden. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel - Ausgabe 39 vom 28. September 2016