Veröffentlicht am: 11.11.2016 um 15:56 Uhr:

Berufsleben: Nichts mit nach Hause nehmen!

Es kann immer mal passieren, dass man mal einen Kugelschreiber vom Job mit nach Hause nimmt... Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass es sich dabei um einen Diebstahl handelt, wenn Sie diesen Kugelschreiber nicht selber gekauft haben?

» (dpa-mag). Schnell landet der Kugelschreiber am Arbeitsplatz in der eigenen Tasche. Erlaubt ist das aber eigentlich nicht.

Und im Extremfall kann es sogar den Job kosten, warnt Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins in Heidelberg. Grundsätzlich dürfe man nichts mit nach Hause nehmen, was man nicht selbst zur Arbeitsstelle gebracht hat.

Wie hart der Arbeitgeber bei Diebstahl durchgreift, ist aber ganz unterschiedlich und hängt natürlich vom Gegenstand ab, der entwendet wurde: Manche Arbeitgeber begnügen sich mit einer Abmahnung - wieder andere kündigen dem Arbeitnehmer nicht nur, sondern zeigen ihn auch bei der Polizei wegen Diebstahls ans. Leitet der Arbeitgeber rechtliche Schritte ein, sollte man immer das Gespräch suchen, um sich außergerichtlich zu einigen.

Doch was bedeutet eine fristlose Kündigung wegen Diebstahls für die zukünftige Jobsuche?

Obwohl der Arbeitgeber einen Diebstahl nicht im Arbeitszeugnis erwähnen darf, sollte man immer versuchen, sich im Guten zu trennen. Denn auch wenn der Diebstahl im Zeugnis nicht konkret genannt wird, kann sich der ehemalige Chef doch negativ über die Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit des Arbeitnehmers äußern. «


Quelle: Kölner Wochenende - Ausgabe 35 vom 3. September 2016