Veröffentlicht am: 25.06.2025 um 16:13 Uhr:
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Wissen: Was ist das Besondere an der Festung Ehrenbreitstein?
» Wenn der "Rhein in Flammen" steht, glitzert der Himmel über der Festung Ehrenbreitstein: Das Rheintal erstrahlt seit 1956 alljährlich im Schein roter Bengalo-Fackeln und Feuerwerkskörper. In diesem Jahr [2024] wird die gigantische Lichtshow mit Musik live im SWR übertragen [...]. Ein außergewöhnliches Spektakel!
Auch ohne die eindrucksvolle Veranstaltung ist die Festung, die seit 2002 zum Unesco-Weltkulturerbe "Oberes Mittelrheintal" gehört, eine Attraktion. Auf einen 180 Meter hohen Felsen gebaut genießen Besucher den Blick auf Rhein, Mosel und das Deutsche Eck an der Moselmündung. Außerdem sind hier zu finden: ein Kultur- und Veranstaltungszentrum, vier Ausstellungshäuser des Landesmuseums Koblenz und eine Jugendherberge. Erreichbar ist die Festung von Koblenz per Seilbahn, die über den Rhein schwebt.
Die Anlage hat eine lange Geschichte. Bei Ausgrabungen wurden Reste einer Wehranlage aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. gefunden. 4000 Jahre v. Chr. wurde der Berg von den Kelten besiedelt. Um das Jahr 1000 n. Chr. entstand dann die Burg Ehrenbreitstein. In der die Heiligtümer des Kurfürstentums Trier gesichert waren.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Burg schrittweise ausgebaut, ihre Wehrhaftigkeit erhöht. Das nutzten die Preußen, die nach dem Wiener Kongress 1814/15 das Territorium zugesprochen bekamen und erweiterten: Es entstand eine der modernsten Festungsanlagen Europas, jetzt auch Feste Koblenz genannt. Das preußische Bollwerk am Rhein wurde 1834 fertiggestelt und bis zu Ende des Ersten Weltkriegs 1918 militärisch genutzt. Zur Bundesgartenschau 2011 wurde die Anlage saniert - und herausgeputzt. «
Quelle: Thomas Kunze in der HÖRZU vom 2. August 2024