Veröffentlicht am: 14.08.2025 um 12:53 Uhr:

ca. 3 Minute(n) Lesezeit

Köln: Weiterentwicklung der Ladebordsteine in Lindenthal

Die Stadt Köln hat heute [13.08.2025] gemeinsam mit der RheinEnergie-Mobilitätstochter "TankE" GmbH und der Rheinmetall AG – Entwicklerin des "Ladebordsteins" – drei neue Ladebordsteine an der Herbert-Lewin-Straße 5 in Köln-Lindenthal in Betrieb genommen.

» Einer davon ist mit einem neuen modularen Kabelschutzelement ausgestattet, das erstmals im Pilotbetrieb getestet wird. Dieses ermöglicht einen schnelleren und ressourcenschonenderen Anschluss der Ladebordsteine ans Niederspannungsnetz mit weniger Tiefbauarbeiten und geringerem Materialeinsatz. Die neuen Ladebordsteine bestehen zudem aus Grauguss statt Beton, wodurch sie leichter zu verbauen und nutzbar sind. Zusätzlich werden unterschiedliche Farbvarianten getestet, um Erkenntnisse zu Sichtbarkeit, Integration ins Stadtbild und Robustheit zu gewinnen. Ziel ist es, das System noch weiter zu verbessern, um den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur nachhaltig zu unterstützen und den Aufwand für Installation und Betrieb zu minimieren.

Zum neuen Kabelschutzelement
Das von Rheinmetall entwickelte modulare Kabelschutzelement ermöglicht eine geschützte Verlegung von Strom- und Kommunikationsleitungen direkt unter Gehwegplatten – ohne aufwendige Tiefbauarbeiten. Das neue Element wird im Pilotprojekt zwischen Zähleranschlusssäule und Ladebordstein getestet, um Erfahrungen im öffentlichen Raum zu sammeln. Damit sollen klassische Erd- und Anschlussarbeiten im Untergrund und der damit verbundene Aufwand sowie die hohen Kosten reduziert werden. Zudem soll damit die Gefahr verringert werden, Leitungen bei künftigen Tiefbauarbeiten zu beschädigen, da das System sichtbar, leicht zugänglich und temporär entfernbar ist. Leitungen können unkompliziert ergänzt oder entfernt werden, ohne eine Baumaßnahme – es reicht das Anheben der Gehwegplatten und das Öffnen des Moduldeckels. Auch für Glasfaser- oder andere nachträgliche Kabelverlegungen könnte sich das System eignen.

Bilanz zu den Ladebordsteinen
Der Ladebordstein ist eine Alternative zur herkömmlichen Ladesäule für Elektroautos. Er integriert die Ladetechnik direkt in den Bordstein und fügt sich damit unauffällig und platzsparend in den Straßenraum ein. Die kompakte, modulare Bauweise ermöglicht einen schnellen Austausch des Lademoduls und sorgt so für geringe Betriebskosten und hohe Verfügbarkeit. Die bundesweit ersten Ladebordsteine im öffentlichen Raum gingen im April 2024 in Köln an den Start. Die Pilot-Ladebordsteine wurden rund ein Jahr lang getestet – und das erfolgreich: Vier Ladepunkte erreichten innerhalb eines Jahres über 2.800 Ladevorgänge und eine technische Verfügbarkeit von über 99 Prozent. Eine Nutzerbefragung mit rund 100 Teilnehmer*innen ergab eine Bewertung von 4,38 von fünf Punkten – besonders geschätzt wurden die einfache Bedienung, Barrierefreiheit, platzsparende Bauweise und die unauffällige Integration ins Stadtbild. Im Vergleich zu klassischen Ladesäulen wurde die Sichtbarkeit der Ladebordsteine etwas schlechter bewertet – ein Punkt, an dem mit der Anzeige in Mobility-Apps, besserer Kennzeichnung und optimierter Beleuchtung künftig angesetzt wird.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt ist der Ladebordstein nun als Serienprodukt verfügbar.

[...] «


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Robert Baumanns - vom 13. August 2025

Weitere Artikel zum Thema Köln, die Sie auch interessieren könnten...

Wohnungsbau in Köln soll bis zu 30 Prozent günstiger werden

Köln-Rodenkirchen: Neugestaltung Kreuzungen Weißer Straße

Köln-Zündorf: Sanierung des nördlichen Teils der Ufermauer an der Unteren Groov

Baubeginn an der Katholischen Grundschule Gutnickstraße

Tempo 30 auf der Luxemburger Straße