Veröffentlicht am: 05.01.2026 um 18:48 Uhr:
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boot Düsseldorf: Lockruf aus Düsseldorf

» Als größte Wassersportmesse der Welt ist die boot Düsseldorf auch 2026 ein attraktives Ziel für alle, die sich über nautische Themen informieren möchten. Segelaffine Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf zahlreiche interessante Modelle sowie Neuerscheinungen, die erstmals öffentlich gezeigt werden, freuen
An neun Tagen, vom 17. bis 25. Januar 2026, verwandelt sich Düsseldorf ins Mekka des Wassersports. In 16 Hallen präsentieren rund 1.500 Aussteller ihre Angebote und Produkte – nirgendwo sonst auf der Welt bekommt man einen besseren Überblick über die gesamte nautische Szene geboten. Der Segelsport ist seit jeher zentraler Aspekt der Messe und wird entsprechend umfassend abgebildet. Im Segment der seetüchtigen Yachten gibt es dieses Jahr eine Reihe an Welt- und Deutschlandpremieren zu sehen, hochinteressant sind darüberhinaus jene Modelle, die im Finale der Wahl zu Europas Yacht des Jahres (= EYOTY) stehen und damit Chancen auf den wichtigsten kontinentalen Award der Branche haben. Finden Sie in Folge die dazugehörigen Yacht-Portraits, Daten und Preise inklusive.
Weltpremiere Hallberg-Rassy 370
Die renommierte schwedische Werft stellt mit der Hallberg-Rassy 370 ein neues Modell mit Achtercockpit vor. Es wurde wie gewohnt von Frers-Yachtdesign entworfen, Ergebnis ist eine Yacht mit breitem Heck, Doppelruderanlage, Bleikiel und Bugspriet. Das voluminöse Vorschiff sorgt für ausbalanciertes Segelverhalten, die weit innen am Kajütdach geschotete Genua für gute Höhe an der Kreuz, eine Selbstwendefock ist optional erhältlich. Mit der fixen Windschutzscheibe, den blauen Streifen an Rumpf und Aufbau sowie den hohen seitlichen Sülls im Cockpit, die auch bei unwirtlichen Bedingungen Sicherheit garantieren, ist die Yacht auf den ersten Blick als Hallberg-Rassy erkennbar – Markenpflege, wie sie sein soll. Das Großsegel wird über den vor der Windschutzscheibe am Kajütdach montierten Traveller geschotet, das erhöht den Komfort für Mitsegler und schafft perfekte Voraussetzung für ein Bimini. Neu in dieser Liga ist das optionale Bug- bzw. Heckstrahlruder.
Zuletzt noch ein Blick unter Deck: Zahlreiche Rumpf- und Decksluken schaffen eine helle, freundliche Atmosphäre und erlauben eine gute Belüftung, das Raumgefühl ist aufgrund der Breite von 3,75 m bemerkenswert großzügig, das Interieur wahlweise traditionell (Khaya-Mahagoni) oder modern (helle Eiche) zu haben. Das Layout sieht zwei Kajüten vor, wobei sich die Bugkajüte entweder mit Inselbett oder konventioneller Dreieckskoje, jeweils inklusive Sitzgelegenheit, bestücken lässt. An Steuerbord befindet sich unmittelbar neben dem Niedergang eine Nasszelle mit Ölzeugschrank und abgetrennter Dusche, an Backbord eine L-förmige Pantry. Zusätzlich zum Standardkühlschrank kann man auch einen Frontlader ordern, eine extra Tiefkühlbox lässt sich im Hocker vor dem Naviplatz unterbringen. Der Salon mit L-Bank, Klapptisch und Bank gegenüber ist konventionell ausgestattet, als Alternative bietet Hallberg-Rassy erstmals zwei Sofas mit Bar und Flaschenfach an.
Hallberg-Rassy 370, Halle 16/A58
Rumpflänge: 11,32 m, Breite: 3,75 m, Tiefgang: 2,0 m, Gewicht: 8 t, Segelfläche: 79,6 m2, Preis (exkl. MwSt.): SEK (Schwedische Kronen) 4.620.600,– (ca. € 421.000,– )
www.hallberg-rassy.com
WELTPREMIERE PURE 42 auf der BOOT Düsseldorf 2026
Pure Yachts ist eine neue deutsche Werft für langfahrttaugliche Performance-Yachten aus Aluminium. In einer zur „gläsernen Manufaktur“ umgebauten ehemaligen Großschiffwerft in Kiel entstehen unter Verwendung modernster Fertigungsmethoden High-End-Yachten zwischen 42 und 55 Fuß.
Die Pure 42 ist das erste Serien-Modell der Marke und wurde vom Fleck weg als Europas Yacht des Jahres nominiert. Kein Wunder, präsentiert sie doch ein neues, spannendes Konzept: das einer eisgängig robusten Deckssalon-Yacht mit den Performancewerten eines Cruiser-Racers. Zu den exzellenten Segeleigenschaften tragen das geringe Gewicht des Schaum-Sandwich-Ausbaus sowie der hydraulische Liftkiel bei. Dessen Bleibombe befindet sich in 3 m Tiefe, was der Pure 42 ein enormes aufrichtendes Moment und große Sicherheitsreserven verleiht. Dank einer massiven Führung ist der Kiel zudem völlig spielfrei in jeder gewünschten Position zu arretieren. Mit aufgeholter Flosse geht die Pure lediglich 1,2 m tief, was Trockenfallen oder eine Lagerung an Land ohne Stellbock ermöglicht. Dabei steht das Schiff stabil auf dem Kiel und den robusten Doppelruderblättern.
Das moderne Innenlayout umfasst den Deckssalon mit Sitzgruppe, großer Pantry und freiem 360-Grad Rundumblick, die unter dem Salon gelegene Mittschiffskabine, sowie einen vom Kunden frei gestaltbaren „Individualraum“, in dem zum Beispiel weitere Kojen oder ein großzügiges Boat-Office realisiert werden können. Das kompakte WC ist vom luxuriösen Duschbad separiert, die Eignerkammer ist im Vorschiff. Weitere Merkmale sind das Walk-around-Cockpit sowie die hohen Sicherheitsreserven durch drei Kollisionsschotten und Seeventile über der Wasserlinie. Der gehobene Preis relativiert sich angesichts der erstklassigen Bauqualität und der sehr kompletten Grundausstattung, die unter anderen bereits Bugstrahlruder, Heizung, E-Winschen von Andersen, Dyneema-Tauwerke von Maffioli, den Satz Amwindsegel, Autopilot und die komplette Navigationselektronik einschließt.
PURE 42, Halle 16/A 57
Gesamtlänge: 13,80 m, Breite: 4,20 m, Tiefgang: 1,20 - 3 m, Gewicht: 9,8 t, Segelfläche: 99 bzw. 110 m2 a.W., Preis (exkl. MwSt.): € 947.000,–
Weltpremiere Saffier SE 28 Leopard
Die Neue aus dem Hause Saffier vereint das Beste ihrer Schwestern – die kompakte Größe der Saffier SE 27 Leisure, das großzügige Platzangebot der Saffier SE 33 Life und das moderne Design der Saffier SE 24 Lite. Der Rumpf wurde komplett neu entwickelt: Negativer Bugsteven, breites, flaches Heck und moderne, effektive Anhänge (Kiel & Ruder) sind Voraussetzung für exzellente Segelleistung und -spaß. Geblieben sind die ausgeklügelte Ergonomie des Cockpit-Layouts sowie die Solosegeltauglichkeit. Alle Fallen, Strecker und Schoten können vom Steuerstand aus bedient werden, der hohe Süllrand erlaubt bequemes Sitzen, die flache Windschutzscheibe gibt Schutz, ohne die sportliche Linie des flachen Aufbaus zu stören.
Unter Deck bietet die Saffier SE 28 Leopard für ein Modell dieses Genres erstaunlich viel Platz und Komfort, mit Doppelkoje im Vorschiff, zwei Kojen mittschiffs und einem zweiteiligen Pantry-Block. Sogar für eine (optionale) Nasszelle fand man Platz, womit sich der Daysailer zum Weekender für bis zu vier Personen umfunktionieren lässt. Eine Vielzahl an Versionen, Optionen und Ausstattungs-Paketen erlaubt die Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse. So kann man statt des klassischen Yanmar-Einbaudiesels (15 PS) einen Elektro-Pod-Antrieb (7,5 kW) ordern, die serienmäßige Pinnensteuerung durch zwei Steuerräder ersetzten – auf 28 Fuß, wohlgemerkt! – und zwischen drei Kielvarianten (Länge: 1,15 – 1,75 m) wählen. Nicht zuletzt stehen auch noch zwei Ausstattungspakete zur Verfügung: „Comfort" beinhaltet das komplette Zubehör für entspannte Stunden auf dem Wasser, „Racing" zielt auf den leistungsorientierten Einsatz ab, was unter anderem einen Karbonmast sowie eine exklusive 3Di-Segelgarderobe von North-Sails inkludiert. Selbstverständlich können sämtliche Extras auch à la carte zusammengestellt werden.
Saffier SE 28 Leopard, Halle 16/B19
Rumpflänge: 8,40 m, Breite: 2,70m, Tiefgang: 1,15/1,45/1,75 m, Gewicht: 2,2 t, Segelfläche: ab 40 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 114.500,–
saffieryachts.com
Deutschlandpremiere & EYOTY-Finalistin Dufour 48
Die Werft Dufour gehört zum Katamaran-Hersteller Fountaine Pajot und ist durch diese Fusion zum (nach Beneteau) zweitgrößten Hersteller weltweit aufgestiegen. Mit der neuen Dufour 48 sorgt man wiedereinmal für einen Wow-Effekt bei der Yachtbreite. Konstrukteur Umberto Felci hat bereits in den letzten Jahren angedeutet, wohin die Reise geht – die Rümpfe werden immer breiter und verjüngen nach achtern hin kaum. Damit die Yacht an der Kreuz stabil Kurs hält, braucht der Bugbereich dann ebenfalls ordentlich Volumen. Dieses Konzept wird mittlerweile von allen Werften bei Neuerscheinungen umgesetzt, Vorreiter ist und bleibt aber Umberto Felci. Bei seinem neuesten Wurf, der um beachtliche 11 Zentimeter breiter ist als die ohnehin als Raumwunder geltende Vorgängerin Dufour 470, erzielt er auf diese Weise auf 15 Meter ein rundum luxuriöses Raumgefühl. Außerdem interessant: Die Yacht weist eine Art zweites Cockpit am Vorschiff auf. Dieser gepolsterte Loungebereich samt Gläserhalterungen dürfte bei leichtem Wind sowie vor Anker das Zeug zum Lieblingsplatz haben. Das Hauptcockpit ist weitgehend frei von segelrelevanten Einrichtungen, die Großschot wird über die seitlichen Sülls nach achtern zu den vor dem Rad positionierten Winschen geführt. Lediglich die Genuawinschen befinden sich beidseits auf den Sülls, sodass sich das Vorsegel dank Blickkontakt auf die Trimmfäden optimal trimmen lässt. Optional erhältlich ist ein Hardtop mit Sichtfenster auf das Großsegel. Alle Stücke spielt die Heckkonfiguration. Klappt man die Badeplattform nach unten, tun sich an Steuerbord zwei Stufen auf und man gelangt mühelos auf die untere Ebene. Diese dient auch als Basis für den Grillmeister, da in der achteren Querducht eine Minipantry inklusive Grill untergebracht wurde. Auch dieses Konzept hat Dufour vor vielen Jahren erfunden.
Das Innenlayout sieht wahlweise eine Drei- und Vier-Kajüten-Version mit konventioneller L-Pantry gegenüber vom Salontisch vor. Alternativ gibt es eine Variante, in der sich die Pantry unmittelbar vor dem Hauptschott über die gesamte Schiffsbreite erstreckt – eine Anleihe aus dem Segment der Luxusyachten, die den Salon noch wohnlicher macht und einen zusätzlichen Loungebereich ermöglicht.
Dufour 48, Halle 16/B39
Rumpflänge: 14,32 m, Breite: 4,85 m, Tiefgang: 1,75–2,35 m, Gewicht: 13,9 t, Segelfläche: 117 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 355.000,–
www.dufour-yachts.com
Deutschland Premiere & EYOTY Finalistin Oceanis 52
Der französische Werftriese Beneteau erneuert die Oceanis-Palette mit zwei Modellen, eine davon ist die von Roberto Biscontini gezeichnete Oceanis 52. Sie löst die 51.1 ab und reizt die aktuellen Trends im Yachtbau bis zum Anschlag aus. Das betrifft auch ihre Breite: Der Rumpf ist über der Wasserlinie extrem ausladend und verjüngt nach achtern hin gar nicht, weist aber für eine Fahrtenyacht ein extrem schlankes Unterwasserschiff auf. Auf diese Weise erzielt Bisconti eine geringe benetzte Fläche – fast wie bei einer modernen Rennyacht. Für einen sportlichen Look sorgen weiters die schräg nach außen geneigten Doppelruder sowie die Softchines, die im Vorschiffsbereich knapp über der Wasseroberfläche beginnen und nach achtern hin immer höher werden. Sie generieren speziell im Vorschiffsbereich mehr Platz, limitieren achtern die Breite sowie an der Kreuz die Krängung. Diese fällt aufgrund der hohen Formstabilität ohnehin sehr moderat aus, was das Segeln sehr komfortabel macht.
Das Cockpit-Layout geriet sehr großzügig. Auffallend sind die als offenes U gestalteten Sitzbänke. Sie verfügen jeweils über einen eigenen absenkbaren Tisch und lassen sich zur Sonnenliege umbauen. Die Räder sind – für gute Sicht in das Vorsegel – weit außen montiert, zwischen den Sitzbänken dahinter kann man gegen Aufpreis einen Pantryblock ordern. Die Großschot wird über den Targabügel geschotet und via German Main Sheeting zur jeweiligen Winsch neben dem Rad umgelenkt. Beim Vorsegel hat man die Wahl zwischen Selbstwendefock oder Genua, die Genuaschienen wurden am Fuße des Kajütaufbaus, also weit innen montiert, was gute Höhe am Wind erlaubt.
Das Innenlayout sieht drei Kajüten und zwei Nasszellen oder fünf Kajüten und drei Nasszellen vor. In beiden Versionen geht sich im Vorschiff eine Skipperkajüte aus, die auch als Segellast verwendet werden kann. Highlight ist zweifellos die Eignerkajüte im Vorschiff, die über ein riesiges Inselbett, Sitzgelegenheiten und eine Nasszelle mit getrenntem WC verfügt.
Oceanis 52, Halle 16/B42
Rumpflänge: 15,31 m, Breite: 4,84 m, Tiefgang: 1,92/2,36 m, Gewicht: 14,47 t, Segelfläche: 94/143 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 445.000,–
www.beneteau.com
Deutschlandpremiere & EYOTY Finalistin Lagoon 38
Marc Van Peteghem and Vincent Lauriot Prévost, die hoch angesehenen französischen Konstrukteure von VPLP-Design, verstehen es einmal mehr, das Platzangebot auf einem relativ kleinen Katamaran auf bislang unvorstellbare Weise auszuweiten, und haben das nutzbare Volumen der neuen Lagoon 38 im Vergleich zur der alten, 2019 zuletzt gebauten 38er beinahe verdoppelt. Damit bietet sie sogar mehr Raum als die Lagoon 40, die sie als neues Einstiegsmodell ablöst. Wer daraus schließt, dass die Yacht nicht sonderlich gut segelt, liegt aber falsch: Mittlerweile gelingt es den Konstrukteuren, dank markanter Chines die Rümpfe über der Wasserlinie entlang der gesamten Länge extrem breit zu gestalten und gleichzeitig die für den Vortrieb entscheidende benetzte Fläche unter Wasser gering zu halten. Bei Katamaranen, die bekanntlich nicht krängen, ist das sogar noch einfacher umzusetzen als bei einem Monohull. Auf der Lagoon 38 hat man dank dieser Konzeption das Eignercompartment im Vorschiff untergebracht, und nicht wie üblich achtern installiert. Dort befindet sich nun eine opulente Nasszelle, mittschiffs gegenüber vom Niedergang finden sich Hängeschrank und Schreibtisch. In der Charterversion bietet die Lagoon 38 vier Kajüten, jeweils mit einer riesigen Rumpfluke, sowie in jedem Rumpf mittschiffs eine Nasszelle. Eine sehr smarte Lösung ist die Schiebetüre zwischen Salon und Cockpit, die gänzlich verschwindet und so einen gemeinsamen Bereich entstehen lässt. Tupfen auf dem i: Die Sitzgruppen innen und außen sind an Backbord so angeordnet, dass bei geöffneter Türe ein echtes Kommunikationszentrum entsteht. Eine extra Erwähnung verdient auch der für das Außendesign zuständige Patrick Le Quément. Ihm gelang es, Elemente, die man bislang nur von größeren Kats kannte, auf 38 Fuß umzusetzen, etwa einen Loungebereich am Vorschiff oder die Sonnenliegen am Salondach respektive Fly bzw. in der Plicht. Top ist auch der erhöhte Steuerstand hinter dem Aufbau, der den Zugriff auf alle segelrelevanten Einrichtungen erlaubt. Die senkrechten Fensterflächen im Kajütaufbau (übrigens vor über 20 Jahren von Lagoon erfunden) wurden noch ein bisschen größer und bieten einen regelrechten Panoramablick.
Ein Wort noch zum Segeln: Die Lagoon 38 verfügt serienmäßig über eine Selbstwendefock, es gibt aber einen Bugspriet, damit man auch Code 0 oder Gennaker setzen kann.
Lagoon 38, Halle 16/B40
Rumpflänge: 11,38 m, Breite: 6,65 m, Tiefgang: 1,26 m, Gewicht: 10,24 t, Segelfläche: 77,7 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 465.000,–
www.catamarans-lagoon.com
Deutschlandpremiere & EYOTY Finalistin CNB 62
Die mittlerweile zu Solaris Yachts gehörende französische Werft CNB baut seit 1989 Superyachten, die rasch zum Synonym für Eleganz wurden. 2008 stieg man in das Segment der Semicustom-Yachten ein – mit der Bordeaux 60 und mit durchschlagendem Erfolg, da man das Wissen und die Erfahrung aus der Liga der Superyachten perfekt ein- und umsetzen konnte. Nicht umsonst wurde die heute legendäre Bordeaux 60 zwischen 2008 und 2016 gezählte 46 Mal verkauft. Ihre legitime Nachfolgerin ist nun die CNB 62. Designer Philippe Briand hat sie als erlesenen, seetüchtigen und leistungsstarken Cruiser konzipiert, der trotz seiner beachtlichen Größe von einem Paar, sprich ohne Crew, problemlos gesegelt werden kann. Zentrale Features sind das enorme Platzangebot an und unter Deck sowie das sichere, geschützte Cockpit mit weit vorne positionierten Steuerständen und Targabügel zur Aufnahme der Großschot. Das Hardtop ist optional, die Beibootgarage nimmt ein Dingi (3 m) in Längsrichtung auf, ein echter Semideckssalon bietet 360-Grad-Rundumsicht. Die Pantry vor dem Hauptschott nutzt die gesamte Schiffsbreite und liegt etwas tiefer als der Salon. So wird die Sicht auf eventuelle Unordnung in der Küche vermieden und es entsteht ein fantastisches Raumgefühl. Das Eignercompartment im Vorschiff verfügt über ein riesiges Bett und eine Nasszelle, die diesen Namen nicht verdient, sondern vielmehr ein wohnliches Badezimmer darstellt. Das schafft den Charakter einer Suite, was in dieser Liga definitiv ungewöhnlich ist. Die beiden Achterkajüten sind ebenfalls mit jeweils eigener Nasszelle ausgestattet, die Kajüte an Steuerbord kann wahlweise als Doppel- oder Singlekoje konfiguriert werden. Das Innere, das einem linearen Konzept mit geraden Flächen und reduzierter Formensprache folgt, verströmt Superyacht-Feeling, dafür verantwortlich ist Cabinet Piaton Yacht Design.
Auch in Sachen Segeln ist alles vom Feinsten. Die beiden Steuerstände wurden ident ausgestattet, daher kann man von jedem Rad aus die elektrischen Rollsysteme von Groß, Genua und Kutterstagsegel sowie Bug- und Heckstrahlruder bedienen.
CNB 62, Halle 16/B18
Rumpflänge: 18,47 m, Breite: 5,30 m, Tiefgang: 2,95/2,45 m, Gewicht: 29 t, Segelfläche: 196 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 1.680.000,–
www.cnbyachts.com
Deutschlandpremiere & EYOTY-Finalistin Excess 13
Die zur Beneteau-Gruppe gehörende Werft hat sich mit ihren Katamaranen zwischen echten Performance- und klassischen Cruising-Modellen positioniert. Die erste Generation der Excess-Reihe wurde vom renommierten Konstruktionsbüro VPLP und Patrick Le Quément entwickelt, der Excess 13 stellt gewissermaßen einen Neustart dar. Damit beauftragt wurde das Team um Marc Lombard. Es sollte die DNA der Palette erhalten, der zweiten Generation aber gleichzeitig ein dynamischeres Auftreten verleihen und alles in allem einen Kat schaffen, der sowohl seglerisch überzeugen also auch im Inneren mehr Platz und Komfort bieten kann. Zu diesem Zweck wurde die benetzte Fläche der Rümpfe reduziert, beim Gewicht abgespeckt und der Segelplan optimiert. Die Chines hat man markanter ausgeführt, die Linien der Rümpfe und Form der Luken aber beibehalten.
Unter Deck setzte Jean-Marc Piaton ein Designkonzept um, das sich an dem Motto „Weniger ist mehr“ orientiert, entwickelt wurde es nach eingehender Analyse und ausführlichen Interviews mit Händlern, Charterunternehmern, Eignern und Mitarbeitern. Weiters erwähnenswert: Die Regenwasserrückgewinnungsanlage auf dem Dach, die das vom Himmel fallende Nass in einem Tank speichert, sowie ein effizientes Lüftungssystem, das den Gebrauch der installierten Klimaanlage weitgehend unnötig macht. Von Kreativität zeugen auch die doppelfunktionellen Türen der Kabinen, die wechselweise den Zugang bzw. den Schrank öffnen bzw. schließen und so mehr Durchgangsraum schaffen. Lauter Kleinigkeiten, die aber zusammengenommen einen großen Unterschied ausmachen.
Die Yacht ist wahlweise mit vier oder drei Kajüten erhältlich. In letzterer Version befinden sich das Eignercompartment achtern, eine begehbare Garderobe sowie ein kleines Büro mittschiffs und die beinahe überdimensionale Nasszelle im Vorschiff. Die Raumaufteilung im gegenüberliegenden Rumpf mit zwei Doppelkajüten und zwei Nasszellen ist konventionell, im Salon fungiert die L-Pantry als Verbindung zwischen Innenraum und Plicht.
Excess 13, Halle 16/B42
Rumpflänge: 12,99 m, Breite: 7,25m, Tiefgang: 1,48 m, Gewicht: 10,6 t, Segelfläche: 113 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 465.000,–
www.excess-catamarans.com/
Deutschlandpremiere & EYOTY-Finalistin Sun Odyssey 415
2017 hat die französische Werft Jeanneau das sogenannte Walkaround-Cockpit erfunden und erstmals bei der Sun Odyssey 440 umgesetzt, die daraufhin prompt zu Europas Yacht des Jahres gekürt wurde. Mittlerweile gibt es sechs Modelle zwischen 35 und 49 Fuß, auf denen man stufenlos vom Cockpit zum Vorschiff und wieder retour gelangt – ein einzigartiges und zweifelsfrei sehr komfortables Feature auf einer Fahrtenyacht. Neu in dieser Riege ist die Sun Odyssey 415, die im Wesentlichen auf der SO 410 beruht, aber ein modifiziertes Heck aufweist. Für ein markantes Erscheinungsbild sorgt der Rumpf mit Hardchines, bemerkenswert ist die über 3D-Holepunkte geschotete Genua. Die Yacht ist nicht nur mit Tief- oder Flachwasserkiel, sondern auch in einer Schwenkkiel-Version erhältlich – ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in dieser Liga. Obligatorisch sind das Doppelruder und das voluminöse Vorschiff, letzteres soll verhindern, dass der Bug an der Kreuz abtaucht. Das Deckslayout ist für Solosegler bestens geeignet, ein Bugspriet für Code 0 oder Gennaker ebenso wie die große klappbare Badeplattform serienmäßig.
Das Innenlayout sieht zwei oder drei Kajüten mit jeweils gleich großen Doppelkojen (1,50 x 2,0 m) und einer oder zwei Nasszellen vor. Im Salon hat man im Vergleich zur SO 410 gravierende Änderungen vorgenommen. Die Pantry ist nun nicht mehr mittig positioniert, sondern findet sich in konventioneller L-Form direkt beim Niedergang. So wurde Platz für einen klassischen Salon gewonnen, bestehend aus U-Sitzbank mit großem Tisch sowie zwei gegenüber liegenden Einzelsitzen mit Extra-Tischchen; letzterer kann gleichermaßen als Navi- oder Kaffee-Platz genutzt werden. Gestaltungsspielraum hat der Eigner bei der Vorschiffskajüte, wo er zwischen Inselbett mit oder ohne Waschbecken oder einer Variante mit diagonal angeordneter Doppelkoje und vollwertiger Nasszelle wählen kann.
Gut zu wissen: Jeanneau bietet dieses Modell zu einem echten Kampfpreis an.
Sun Odyssey 415, Halle 16/C21
Rumpflänge: 11,99 m, Breite: 3,99 m, Tiefgang: 2,17 m, Gewicht: 8 t, Segelfläche: 80,4 m2, Preis (exkl. MwSt.): € 219.000,–
www.jeanneau.com
EYOTY Finalistin Hanse 590
Das französische Konstruktionsduo Duo Berret-Racoupeau ist seit vier Jahren für die neuen Hanse Yachten verantwortlich, mit der Hanse 590 stand die Neugestaltung des Flaggschiffs auf dem Programm. Ziel war es, unter Beibehaltung der typischen Hanse-Merkmale ein Rumpfkonzept zu entwickeln, das hinsichtlich Design, Platzangebot und Segelleistung zu überzeugen weiß. Resultat ist ein Rumpf mit voluminösem Bug, der nach achtern kaum verjüngt und dementsprechend viel Raum schafft. Im Vorschiffsbereich setzt Racoupeau auf Hardchines, die das Volumen über der Wasserlinie optimal verteilen und gleichzeitig für Lebendigkeit beim Segeln sorgen sollen. Außerdem gewährleistet der verschlankte Bereich unterhalb der Chines ein weiches Einsetzen in die Welle sowie gutes Rauwasserverhalten. Auch bei der Gestaltung des Hecks wurde auf geringe benetzte Fläche geachtet. Racoupeau nahm Abstand von flachem U-Spant und Hardchines und zeichnete stattdessen einen extrem stark verjüngten Unterwasserbereich; richtig breit wird die Yacht erst deutlich über der Wasserlinie. Diese konstruktive Maßnahme erlaubte es ihm auch, der Hanse 590 ein Singleruder zu spendieren und auf eine Doppelruderanlage zu verzichten. Das Zweisalingsrigg trägt serienmäßig ein konventionelles Groß mit Selbstwendefock, ein Bugspriet mit Ankerhalterung ist im Rumpf integriert. Das Deckslayout birgt keine Überraschungen: Schoten werden allesamt zu beidseits der Rädern montierten Winschen umgelenkt, Fallen, Strecker & Co. mittels Winschen vor den Rädern bedient. Hanse betont in diesem Zusammenhang die Solosegeltauglichkeit, im Bord-Alltag dürfte wichtiger sein, dass damit das gesamte Cockpit von segelrelevanten Einrichtungen frei bleibt und sich Mitsegler ungestört ausbreiten können. Außerdem fein: Das Hardtop, das mittig ein textiles Schiebedach aufweist, sowie die Beibootgarage, in die quer ein 3,10 m großes Dingi passt.
Das Innen-Layout bietet mit drei bis fünf Kajüten ein Höchstmaß an Individualisierungsmöglichkeiten, wobei das Eignercompartment wahlweise mit Inselbett oder seitlich angeordneter Doppelkoje geordert werden kann.
Hanse 590, Halle 16/C17
Rumpflänge: 16,90 m, Breite: 5,30 m, Tiefgang: 2,18/2,53 m, Gewicht: 23,5 t, Segelfläche: 151 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 824.900–
hanseyachts.com
EYOTY Finalistin First 30
Die sportliche First-Reihe der französischen Werft Beneteau fährt seit geraumer Zeit weltweit Siege bei unterschiedlichen Regatten ein und gilt daher als exzellent segelnd. Mitbegründet hat diesen Ruf die 1977 vom Stapel gelaufene First 30, die nun abgelöst wird. Die Neue wird wie ihre größere Schwester First 36 von einem hochkarätigen Team in der slowenischen Seascape-Werft gebaut und in einer Cruising- bzw. Regattaversion angeboten. Für die Konstruktion engagierten Andraz Michelin und Kristian Hajnsek, die beiden Chefs der Werft, wie immer den Franzosen Sam Manuard. Er zeichnete einen typischen Gleitrumpf, der achtern flach, aber nicht zu flach ausgefallen ist. Das generiert auch bei Leichtwind ein gewisses Maß an Krängung, wenig benetzte Fläche im Unterwasser und in Folge eine ansprechende Segelleistung. Großes Augenmerk legte Manuard auf den Rocker (= Krümmung in Längsachse) im Heckbereich, ein entscheidender Aspekt bei einer Gleityacht, der allerdings stets eine Gratwanderung darstellt. Ist die Krümmung zu gering, gleitet das Boot zwar schnell an, aber man bekommt den Bug raumschots unter Gennaker nicht über die Wellen. Ist sie zu groß, verzögert sich der Zeitpunkt des Angleitens. Gesteuert wird per Pinne, zwei Ruderblätter und T-Kiel (1,98 m) sind Standard. Die slowenischen Laminatspezialisten von Pure-Design tüftelten gewichtsoptimierte Laminatpläne für den Rumpf aus, der italienische Stardesigner Lorenzo Argento zeichnet für das Styling verantwortlich. Das Interieur ist spartanisch, lässt sich aber mit dem optionalen Premium-Paket wohnlicher gestalten. Die Kojen für vier Personen sind auf zwei Kajüten aufgeteilt.
First 30, Halle 16/B42
Rumpflänge: 9,35 m, Breite: 2,99 m, Tiefgang: 1,68/1,98 m, Gewicht: 3,04 t, Segelfläche: 54,7 m2, Preis (exkl. MwSt.): ab € 116.000,–
www.beneteau.com
EYOTY-Finalistin Dragonfly 36
Zweieinhalb Jahre lang tüftelte das Team um Jens Quorning an diesem 36- Fuß-Trimaran. Er ist als Performance-Cruiser konzipiert und in einer Touring-Version mit Selbstwendefock sowie einer Performance-Version mit zwei Meter höherem Rigg und überlappender Genua erhältlich. Beide Varianten verfügen serienmäßig über einen Karbon-Mast sowie über Wavepiercer-Büge – und zwar erstmals auch am Mittelrumpf, in den ein fixer Bugspriet samt Ankersystem integriert ist. Vorteil: längere Wasserlinie, mehr Volumen, daher mehr Auftrieb, Komfort und Sicherheit, speziell bei hoher Geschwindigkeit. Apropos: Mit einem Highspeed von 23 Knoten gehört der Dragonfly zu den schnellsten Serienyachten der Welt.
Eine neue Dimension in Sachen Platzangebot eröffnet sich im tiefen Cockpit sowie unter Deck. Die beiden Steuerräder sowie die vier elektrischen Winschen wurden so positioniert, dass die Yacht problemlos alleine bedient werden kann und Gäste im vorderen Bereich ungestört bleiben. Innen ist vorne und achtern je eine Kajüte mit Doppelkojen vorgesehen, dazu gibt es Nasszelle, Pantry und eine großzügige Dinette. Das Mobiliar ist serienmäßig aus Esche gefertigt, Ulme wäre die Alternative.
Selbstredend verfügt der Dragonfly 36 über das patentierte Swing-Wing-System der Werft, das vor 35 Jahren erstmals vorgestellt und seither kontinuierlich optimiert wurde. So lässt sich beim Dragonfly 36 die Breite innerhalb weniger Sekunden und ohne jedes Werkzeug von 8.12 auf 3,7 Meter verringern. Neu in diesem Zusammenhang ist eine Komposit-Konstruktion, die das System noch leichter, widerstandsfähiger und einfacher zu bedienen macht.
Dragonfly 36, Halle 16/D39
Rumpflänge: 11,55 m, Breite: 3,70–8,12 m, Tiefgang: 0,67–2,0 m, Gewicht: 4,5 t, Großsegel: 61/73 m2, Selbstwendefock: 29/30 m², Genua: 32,5/37 m², Preis (exkl. MwSt.): € 598.000,–
www.dragonfly.dk «
Quelle: Pressemitteilung der Messe Düsseldorf vom 5. Dezember 2025
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