Veröffentlicht am: 24.06.2026 um 08:56 Uhr:

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Reisen: Schaalsee: Naturparadies zwischen zwei Bundesländern

Türkisblaues Wasser, stille Ufer und eine Geschichte, die bis zur deutschen Teilung zurückreicht: Der Schaalsee ist ein Ort, an dem sich unberührte Natur und kulturelle Entdeckungen auf besondere Weise verbinden.

» Zwischen Hamburg und Schwerin verbirgt sich ein See, der zu den faszinierendsten Naturlandschaften Norddeutschlands gehört: der Schaalsee. Eingebettet in das gleichnamige UNESCO-Biosphärenreservat liegt er auf der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – und begeistert mit seiner außergewöhnlichen Tiefe und seiner bewegten Geschichte.

Mit bis zu 72 Metern zählt der Schaalsee zu den tiefsten Seen Deutschlands und ist sogar der tiefste Klarwassersee der norddeutschen Tiefebene. Seine Entstehung geht auf die Eiszeit zurück, die die Landschaft mit sanften Hügeln, Buchten und Inseln formte. Heute präsentiert sich der See als weitläufiges, glasklares Gewässer, das Naturfreunde ebenso anzieht wie Ruhesuchende.

Ein See, den die Geschichte geschützt hat

Was den Schaalsee so besonders macht, ist nicht nur seine Schönheit, sondern auch seine Vergangenheit. Bis 1990 verlief hier die innerdeutsche Grenze. Viele Bereiche rund um den See waren Sperrgebiet – für Menschen unzugänglich. Für die Natur bedeutete das jedoch einen großen Vorteil: Sie konnte sich über Jahrzehnte hinweg nahezu ungestört entwickeln.

Das Ergebnis ist heute beeindruckend. Der Schaalsee ist Teil eines Biosphärenreservats mit außergewöhnlicher Artenvielfalt. Dichte Wälder, Moore, Feuchtwiesen und Schilfzonen bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und machen die Region zu einem echten Rückzugsort für die Natur.

Vielfalt unter und über Wasser

Auch unter der Wasseroberfläche ist der Schaalsee reich an Leben. Hier tummeln sich verschiedene Fischarten wie Hechte, Barsche und Maränen, die zu den typischen Bewohnern des großen, klaren Sees gehören.

Doch nicht nur Angler schätzen den See – auch Wanderer, Radfahrer und Naturbeobachter kommen hier auf ihre Kosten. Die ruhige Landschaft lädt dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und die Natur in ihrem eigenen Rhythmus zu erleben.

Erholung am Wasser

Wer den Schaalsee besucht, findet zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung. Entlang der Ufer gibt es viele ausgewiesene Badestellen, an denen man das klare Wasser genießen kann. Gerade an warmen Tagen ist der Schaalsee ein idyllischer Ort zum Schwimmen, Sonnen und Abschalten.

Für Aktivurlauber bietet sich eine Erkundung vom Wasser aus an: Mit dem Ruderboot, Kanu oder auf einem SUP-Board lässt sich der See besonders intensiv erleben – ruhig gleitend, vorbei an Schilfgürteln, Inseln und versteckten Buchten.

Kultur am Ufer: Zarrentin entdecken

Auch kulturell hat die Region einiges zu bieten. Besonders sehenswert ist der Ort Zarrentin am Südufer des Schaalsees. Dort befindet sich ein mittelalterliches Zisterzienser-Nonnenkloster, das bis heute erhalten ist und Besucher in längst vergangene Zeiten entführt.

Regelmäßig finden hier Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt, die die historische Kulisse mit neuem Leben füllen. So verbindet sich am Schaalsee Naturerlebnis mit kultureller Vielfalt.

Der Schaalsee ist damit weit mehr als nur ein schöner See. Er ist ein Ort, an dem Geschichte, Natur und Kultur in harmonischer Balance zusammenfinden. Wer hierher kommt, erlebt eine Landschaft, die lange verborgen blieb – und gerade deshalb heute zu den beeindruckendsten Naturräumen Deutschlands gehört.

INFO: schaalsee.de «


Quelle: HÖRZU vom 13. Juni 2025 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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