Veröffentlicht am: 25.06.2026 um 19:05 Uhr:

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Kölner Verkehrsbetriebe: Graffiti-Schäden bei der KVB nehmen deutlich zu

Zerstörte Haltestellen, beschmierte Bahnen und hohe Kosten: Die KVB verzeichnet einen starken Anstieg von Vandalismus – und setzt mit einer Kampagne und Ausstellung ein Zeichen für mehr Rücksicht im öffentlichen Nahverkehr.


Vandalismus-Ausstellung der KVB / Infografik der Vandalismusschäden | Quelle: Kölner Verkehrs-Betriebe AG
» Millionenschäden durch Vandalismus

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) kämpfen weiterhin mit erheblichen Schäden durch Vandalismus. Jährlich entstehen Kosten von mehr als einer Million Euro für die Beseitigung mutwilliger Beschädigungen in Bussen, Stadtbahnen und an Haltestellen. Besonders stark zugenommen haben zuletzt Graffiti-Schäden: Rund 12.000 Quadratmeter besprühter Flächen mussten im vergangenen Jahr entfernt werden. Allein die Kosten für Graffiti belaufen sich inzwischen auf etwa 600.000 Euro pro Jahr.

Zunehmende Zahl beschädigter Stadtbahnen

Der Trend ist deutlich: Während 2022 noch 129 Stadtbahnen betroffen waren, stieg die Zahl über 194 im Jahr 2023 und 209 im Jahr 2024 auf 231 im vergangenen Jahr. Auch 2026 setzt sich diese Entwicklung fort – bis Anfang Juni wurden bereits 130 beschädigte Bahnen registriert.

Die Folgen sind erheblich: Während der aufwendigen Reinigungsarbeiten stehen die betroffenen Fahrzeuge nicht für den Fahrbetrieb zur Verfügung. Zusätzlich müssen für großflächige Graffiti an Haltestellen oft Spezialfirmen beauftragt werden.

Weitere Schäden in Fahrzeugen und an Haltestellen

Neben Graffiti sind auch klassische Sachbeschädigungen ein Problem. Jährlich registriert die KVB zwischen 60 und 120 größere Schäden an Stadtbahnen, etwa an Türen oder Fenstern. Die Reparaturkosten liegen häufig zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro Fall.

Auch Busse und Haltestellen sind betroffen: Beschädigte Innenausstattungen und zerstörte Sitzbänke zählen zu den häufigen Vandalismusfolgen. Allein im vergangenen Jahr mussten 44 Sitzbänke an Haltestellen ersetzt werden.

Kampagne für mehr Rücksicht im Nahverkehr

Mit Blick auf diese Entwicklung setzt die KVB ihre Initiative „Seid lieb zueinander“ fort. In einer neuen Kampagnenphase rückt das Unternehmen gezielt das Thema Vandalismus in den Fokus. Plakate mit Botschaften wie „Macht aus der Bahn keine Graffitiwall“ oder „Macht aus der Bahn kein Stickeralbum“ sollen das Bewusstsein der Fahrgäste schärfen.

Die Motive werden an Haltestellen, in Fahrzeugen sowie in Kundencentern sichtbar sein.

Ausstellung macht Schäden greifbar

Ergänzend zur Kampagne wurde eine Ausstellung in der KVB-Hauptverwaltung in Köln-Braunsfeld eröffnet. Unter dem Titel „Die ‚Kunst‘ des Schadens – eine Rechnung, die ganz Köln bezahlt“ werden dort konkrete Beispiele von Vandalismus gezeigt – darunter beschädigte Fahrgastinformationsgeräte, zerstörte Haltestellenschilder oder angezündete Mülleimer.

KVB-Vorstand Peter Densborn betonte zur Eröffnung, dass die Schäden nicht nur Kosten verursachen, sondern auch die Qualität des Angebots beeinträchtigen und Ressourcen binden, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnten.

Prominente Unterstützung aus der Kölner Musikszene

Unterstützt wird die Kampagne vom Kölner Musiker Mo-Torres. In Videos spricht er insbesondere junge Menschen an und wirbt für ein respektvolles Verhalten im öffentlichen Raum.

Die Initiative „Seid lieb zueinander“, die vor rund zweieinhalb Jahren gestartet wurde, steht insgesamt für mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme im Alltag – sowohl im Nahverkehr als auch darüber hinaus.

Ausstellung bis Ende Juli geöffnet

Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli im Foyer der KVB-Hauptverwaltung in der Scheidtweilerstraße zu sehen und soll anschließend an weiteren Orten in Köln präsentiert werden. «


Quelle: Pressemitteilung der Kölner Verkehrsbetriebe -tho- vom 25. Juni 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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