Veröffentlicht am: 07.07.2026 um 08:23 Uhr:

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Kölner Verkehrsbetriebe: KVB verbessert Jahresergebnis und gewinnt deutlich mehr Stammkunden

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem besseren Ergebnis als erwartet abgeschlossen. Steigende Fahrgastzahlen, ein deutlicher Zuwachs bei den Stammkunden und höhere Verkehrserlöse tragen zur positiven Entwicklung bei. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen auf milliardenschwere Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur vor.

» Verlust geringer als geplant

Die Kölner Verkehrsbetriebe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Fehlbetrag von 174,4 Millionen Euro abgeschlossen. Damit fiel das Ergebnis um 10,7 Millionen Euro besser aus als im Vorjahr, als ein Verlust von 185,1 Millionen Euro verzeichnet wurde. Auch das geplante Ergebnis von minus 179,9 Millionen Euro wurde übertroffen.

Der Verlust wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags durch die Stadtwerke Köln ausgeglichen.

Kölner Verkehrsbetriebe-Vorstandsvorsitzender Marcel Winter zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher und betrieblicher Rahmenbedingungen sei das Ergebnis ein Erfolg, der nur durch den Einsatz der Mitarbeitenden möglich gewesen sei. Gleichzeitig machte er deutlich, dass angesichts der anstehenden Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und Betriebshöfe vergleichbare Ergebnisse künftig kaum zu halten sein werden.

Mehr Fahrgäste und deutlich mehr Stammkunden

Erstmals seit mehreren Jahren verzeichnete die Kölner Verkehrsbetriebe wieder einen Anstieg der Fahrgastzahlen. Im Jahr 2025 wurden rund 237,5 Millionen Fahrten mit Bussen und Bahnen unternommen. Das entspricht einem Plus von rund 1,3 Millionen Fahrten beziehungsweise 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch stärker entwickelte sich die Zahl der Stammkunden. Sie stieg von 334.700 auf 354.800 und damit um sechs Prozent. Mehr als 97 Prozent dieser Kundinnen und Kunden nutzen inzwischen ein Deutschlandticket.

Auch die Verkehrserlöse entwickelten sich positiv. Sie erhöhten sich um 9,6 Prozent und stiegen von 244,5 Millionen Euro auf 267,9 Millionen Euro.

Personaloffensive zeigt Wirkung

Ein entscheidender Faktor für die positive Entwicklung war die erfolgreiche Personalgewinnung. Durch zahlreiche Neueinstellungen und die verstärkte Ausbildung von Fahrpersonal entspannte sich die Personalsituation deutlich.

Im Busbetrieb konnten bereits im Sommer 2025 sämtliche Fahrplaneinschränkungen aufgehoben werden. Seit Anfang 2026 bietet die Kölner Verkehrsbetriebe zudem wieder zusätzliche Stadtbahnfahrten in den Abendstunden und an Wochenenden an.

Für einen vollständigen Regelfahrplan fehlen nach Angaben des Unternehmens allerdings weiterhin ausreichend einsatzbereite Fahrzeuge. Probleme bestehen insbesondere bei der Fahrzeugverfügbarkeit und der Beschaffung von Ersatzteilen.

Investitionen in neue Bahnen und E-Busse

2025 stellte die Kölner Verkehrsbetriebe wichtige Weichen für die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte. Das Schweizer Unternehmen Stadler erhielt den Auftrag zur Lieferung von 132 neuen Hochflur-Stadtbahnen. Die ersten Fahrzeuge sollen ab 2029 ausgeliefert werden.

Zudem bestellte die Kölner Verkehrsbetriebe 78 Elektrobusse des Herstellers Irizar e-mobility. Es handelt sich um die bislang größte Busbeschaffung in der Unternehmensgeschichte. Die ersten Fahrzeuge werden für Oktober 2026 erwartet.

Darüber hinaus hat der Stadtrat die Finanzierung von bis zu 69 weiteren Stadtbahnen in Aussicht gestellt.

Digitalisierung und Sicherheit im Fokus

Fortschritte gab es auch bei der Digitalisierung. Die Kundeninformation wurde vollständig auf ein digitales Echtzeitsystem umgestellt. Zwar seien nach dem Start technische Nacharbeiten erforderlich gewesen, nach Angaben der Kölner Verkehrsbetriebe seien jedoch bereits deutliche Verbesserungen erkennbar.

Zur Verbesserung der Sicherheit setzt die Kölner Verkehrsbetriebe weiterhin auf gemeinsame Streifen mit Polizei und Ordnungsamt. Besonders die Haltestellen Neumarkt und Ebertplatz werden rund um die Uhr überwacht. Zudem wurde der Bereich Fahrgastsicherheit und Service organisatorisch neu aufgestellt.

Rekorde beim Kölner Verkehrsbetriebe-Rad und Fortschritte bei Infrastrukturprojekten

Mit mehr als fünf Millionen Ausleihen erreichte das Kölner Verkehrsbetriebe-Rad 2025 einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig wurde die Digitalisierung von 23 Park-and-Ride-Anlagen mit insgesamt knapp 4.650 Stellplätzen vorangetrieben. Das Projekt soll Anfang August 2026 abgeschlossen sein.

Auch bei der Modernisierung von Rolltreppen wurde investiert. 2025 wurden 14 Anlagen erneuert, nachdem im Vorjahr bereits acht Rolltreppen ausgetauscht worden waren.

Darüber hinaus wurden die Abrissarbeiten auf dem Norton-Gelände in Wesseling abgeschlossen, wo künftig ein neuer Stadtbahn-Betriebshof entstehen soll.

Finanzielle Stabilität als zentrales Ziel

Für die kommenden Jahre sieht die Kölner Verkehrsbetriebe die Umsetzung des gemeinsam mit Stadt und Stadtwerke-Konzern entwickelten Ergebnissicherungskonzepts als zentrale Aufgabe. Ziel sei es, die finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig zu sichern und gleichzeitig die Voraussetzungen für die Mobilitätswende in Köln zu schaffen.

Nach den Worten von Vorstandsvorsitzendem Marcel Winter werde es dabei entscheidend sein, Investitionen sorgfältig zu priorisieren und die vorhandenen finanziellen Spielräume gezielt einzusetzen. Mit der Modernisierung der Flotte und einer späteren Rückkehr zum vollständigen Normalfahrplan soll die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs weiter gesteigert werden.

Der gesamte Geschäftsbericht kann abgerufen werden unter:
https://www.kvb.koeln/unternehmen/die_kvb/zahlen_daten_fakten/index.html. «


Quelle: Pressemitteilung der Kölner Verkehrsbetriebe -map- vom 3. Juli 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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