Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 20:17 Uhr:
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Denkmalschutz: Sanierung der Ruine des Romberger Hofes in Münster wird gefördert

» Die Beseitigung von Schäden an der Fassade der Ruine Romberger Hof des Münsteraner Stadttheaters wird mit einem Fördervertrag über 100.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt.
DSD-Ortskuratorin Sigrid Karliczek wird den entsprechenden Fördervertrag am Donnerstag, den 23. Juli 2026, um 11.00 Uhr symbolisch an Ralf Krietemeyer, Amtsleiter des Bereichs Immobilienmanagement der Stadt Münster, überreichen; im Beisein von Michael Schulze-Erdel von WestLotto.
Die Hilfe bei der Instandsetzung dieses besonderen Relikts ist der DSD dank ihrer zahlreichen privaten Förderer und WestLotto aus Erträgen der GlücksSpirale möglich.
Die Ruine Romberger Hof ist die Ruine eines 1779 bis 1781 erbauten Adelshofes. Die barocken Reste weisen Elemente der italienischen Hochrenaissance und des französischen Klassizismus auf und bestehen aus einer zur Gartenseite gewandten Sandstein-Außenmauer, die Kriegszerstörungen erkennen lässt.
Die alte Ruine wurde trotz der erheblichen Zerstörungen an der Fassade bewusst in die Neuplanung des Theaterbaus in den 1950er Jahren einbezogen. So entstand zum einen einer der ersten Theaterneubauten der Nachkriegszeit und gleichzeitig ein Ensemble, das mit seiner Funktion als kultureller Bau für Münsters Stadtgeschichte von großer Bedeutung ist.
Die Ruine ist auch ein Mahnmal der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg in Münster, die viele der ursprünglich stadtbildprägenden Adelshöfe betroffen hat. Nach der Zerstörung im Oktober 1943 wurde die Ruine Romberger Hof konserviert und durch Stützmauern gesichert.
Bei den nun anstehenden Restaurierungsarbeiten sollen unter anderem Schäden am Mauerwerk, wie ausgebrochene Fugen oder Risse, beseitigt werden.
Das aktuelle Sanierungsvorhaben ist eine Folgemaßnahme für die Ruine, die beim Tag des offenen Denkmals 2023 Schaubaustelle war. Es stellte sich dabei heraus, dass das Schadensbild größer ist als zunächst angenommen. Für die Voruntersuchungen, die in der nun anstehenden Maßnahme gemündet sind, gab es bereits damals Unterstützung durch die DSD.
Die Ruine Romberger Hof ist eins von über 900 Objekten, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.
Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. >>> mehr erfahren «
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 16. Juli 2026