Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 22:54 Uhr:

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Köln: Neue Blitzer für A4 und A57: Köln verschärft Tempokontrollen an Unfallschwerpunkten

Die Stadt Köln erweitert die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung auf zwei wichtigen Verkehrsachsen. Neue Blitzeranlagen sollen Ende September auf der A4 am Eifeltor sowie im vierten Quartal 2026 im Herkulestunnel der A57 in Betrieb gehen. Ziel ist eine höhere Verkehrssicherheit an Bereichen mit erhöhtem Unfallrisiko.

» Neue Messanlagen auf der A4 am Eifeltor

Im Bereich des Brückenbauwerks Eifeltor auf der Autobahn 4 werden in den kommenden Wochen neue stationäre Blitzer installiert. Hintergrund ist eine geänderte Verkehrsführung aufgrund einer Schrankenanlage vor der Anschlussstelle Köln-Klettenberg. Die Autobahn GmbH stuft den Abschnitt wegen der baulichen Engstellen als Gefahrenstelle ein und hat die Stadt Köln mit der Geschwindigkeitsüberwachung beauftragt.

Da eine einzelne Messanlage technisch nicht alle Fahrspuren erfassen kann, werden dort zwei Messsäulen errichtet. Eine Anlage überwacht die rechte und mittlere Fahrspur, die zweite die linke Spur. Die Stromversorgung erfolgt über die bestehende Netzstromanlage der Schrankenanlage.

Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Blitzer voraussichtlich Ende September 2026 in Betrieb gehen. Die Anlagen werden zunächst bis zum 28. Februar 2027 gemietet. Für die sechsmonatige Nutzung entstehen Kosten von rund 49.600 Euro.

Herkulestunnel: Reaktion auf schwere Unfälle und hohe Verstoßquoten

Noch deutlicher fällt die Begründung für die neue Geschwindigkeitsüberwachung im Herkulestunnel aus. Der Tunnel verbindet die Autobahn 57 mit der Kölner Innenstadt und gilt seit Jahren als problematischer Streckenabschnitt. In den vergangenen zwölf Monaten ereigneten sich dort mehrere schwere Unfälle, zwei davon mit tödlichem Ausgang.

Nach Angaben der Stadt war überhöhte Geschwindigkeit in den meisten Fällen die Ursache. Messungen ergaben alarmierende Werte: In Fahrtrichtung Innenstadt lag die Verstoßquote bei nahezu 77 Prozent. Der höchste gemessene Wert betrug 206 km/h statt der erlaubten 50 km/h. In Richtung Autobahn wurden sogar knapp 88 Prozent der Fahrzeuge mit Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. Hier lag die Spitzengeschwindigkeit bei 220 km/h.

Vor diesem Hintergrund hat die Unfallkommission Köln, bestehend aus Polizei, Bezirksregierung, Straßen.NRW und Stadt Köln, die Installation stationärer Blitzer ausdrücklich empfohlen.

Vorläufige Stromversorgung per Brennstoffzelle

Die neuen Messanlagen werden in Fahrtrichtung A57 auf Höhe der Ausfahrt Ehrenfeld sowie in Fahrtrichtung Innenstadt am Tunneleingang aufgestellt. Da derzeit noch kein fester Stromanschluss verfügbar ist, erfolgt die Energieversorgung zunächst über Brennstoffzellen.

Auch diese Lösung ist zunächst als Übergang vorgesehen und bis Ende Februar 2027 angemietet. Die Gesamtkosten für die Blitzeranlagen einschließlich der temporären Stromversorgung belaufen sich auf rund 149.000 Euro brutto.

Mehr Sicherheit als Hauptziel

Mit den neuen Anlagen verfolgt die Stadt Köln das Ziel, die Verkehrssicherheit an zwei besonders sensiblen Straßenabschnitten zu verbessern. Während auf der A4 vor allem die temporäre Verkehrsführung und bauliche Engpässe im Fokus stehen, soll im Herkulestunnel insbesondere gegen die teils massiven Geschwindigkeitsüberschreitungen vorgegangen werden. Angesichts der hohen Verstoßquoten und der schweren Unfallfolgen erhoffen sich die Verantwortlichen eine deutliche Reduzierung der Unfallzahlen. «


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Robert Baumanns - vom 11. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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