Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 10:09 Uhr:
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Messe Düsseldorf: COMPAMED 2026: Die Werkbank der medizinischen Innovation

» Bevor ein neues Medizinprodukt in Klinik oder Praxis zum Einsatz kommt, beginnt seine Entwicklung in Laboren, Fertigungshallen und Entwicklungszentren. Genau dort setzt die COMPAMED 2026 an: Vom 16. bis 19. November präsentiert die internationale Leitmesse für den Zulieferbereich der Medizintechnik in Düsseldorf die technologischen Grundlagen moderner Gesundheitslösungen. Mehr als 700 Unternehmen zeigen in den Hallen 8a und 8b innovative Komponenten, Materialien, Fertigungstechnologien und Dienstleistungen entlang der gesamten MedTech-Wertschöpfungskette.
Technologische Basis der Medizintechnik im Fokus
Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung von COMPAMED und MEDICA wird die Rolle beider Veranstaltungen künftig noch klarer definiert. Während die COMPAMED die technologischen und industriellen Voraussetzungen für medizinische Innovationen in den Mittelpunkt stellt, konzentriert sich die parallel stattfindende MEDICA auf die fertigen Produkte, Systeme und Anwendungen für die medizinische Versorgung.
„Die COMPAMED bringt die Unternehmen zusammen, die medizinische Innovation technisch möglich und industriell umsetzbar machen“, erklärt Carmen Berger, Director MEDICA & COMPAMED bei der Messe Düsseldorf. Die Kombination beider Veranstaltungen ermögliche einen umfassenden Blick von der Entwicklung über Fertigung, Regulierung und Qualitätssicherung bis hin zum Einsatz in Klinik und Praxis.
Für Fachbesucher bedeutet dies kurze Wege zu spezialisierten Partnern, direkten Austausch mit Experten und einen umfassenden Überblick über aktuelle Technologien für die eigene Produktentwicklung.
Fünf Zukunftsthemen prägen die Messe
Die COMPAMED 2026 bündelt ihre technologische Kompetenz in fünf zentralen Themenfeldern: Mikro- und Nanotechnologie, Werkstoffe und funktionale Materialien, hochautomatisierte MedTech-Produktion, Secure Connectivity & Embedded Intelligence sowie Marktregulierung und resiliente Lieferketten.
Vor allem Mikro- und Nanotechnologien treiben die Entwicklung immer kleinerer Sensoren, Implantate und minimalinvasiver Instrumente voran. Gleichzeitig gewinnen innovative Materialien für Implantate, regenerative Therapien und Infektionsprävention zunehmend an Bedeutung. Auch mögliche regulatorische Veränderungen, etwa im Zusammenhang mit PFAS-haltigen Materialien, stellen Hersteller und Zulieferer vor neue Herausforderungen und fördern die Entwicklung alternativer Lösungen.
Weitere Schwerpunkte sind automatisierte Fertigungsprozesse, die auf steigende Kosten und Fachkräftemangel reagieren, sowie die Sicherheit vernetzter Medizinprodukte. Themen wie Cybersicherheit, Embedded Intelligence und resiliente Lieferketten gewinnen angesichts geopolitischer Unsicherheiten und komplexer Zulassungsverfahren weiter an Bedeutung.
HIGH-TECH FORUM verbindet Forschung und Industrie
Ein zentraler Anlaufpunkt für Fachbesucher ist das COMPAMED HIGH-TECH FORUM by IVAM in Halle 8a. Dort stehen Smart Sensor Solutions, Mikrofluidik, Lasertechnologien und Photonik-Anwendungen im Mittelpunkt.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Transfer innovativer Technologien in industrielle Produktionsprozesse. Diskutiert werden unter anderem Designtransfer, Automatisierung, Qualitätssicherung sowie internationale Marktzugänge. Das Forum bringt Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen, Hersteller und internationale Netzwerke zusammen und schafft damit die Voraussetzungen, um Innovationen erfolgreich in marktfähige Produkte zu überführen.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von dieser Vernetzung, da die Anforderungen von Forschung, Industrialisierung, Regulierung und internationalem Vertrieb heute kaum noch von einzelnen Akteuren allein bewältigt werden können.
Neue Technical Tours schaffen Orientierung
Eine wichtige Neuerung der COMPAMED 2026 sind die sogenannten Technical Tours. Ausgehend vom IVAM-Gemeinschaftsstand führen die geführten Rundgänge Besucher gezielt zu ausgewählten Ausstellern und Technologien entlang konkreter medizinischer Anwendungsfelder.
Die Touren zeigen kompakt, wie innovative Mikrotechnologien medizinische Entwicklungen ermöglichen und schaffen gleichzeitig gezielte Kontaktmöglichkeiten zwischen Fachpublikum und Unternehmen.
Internationale Zusammenarbeit bleibt Schlüssel zum Erfolg
Trotz aktueller handelspolitischer Unsicherheiten setzt die COMPAMED weiterhin auf internationale Kooperationen. Das Format „Europe meets North America“ bringt Unternehmen und Netzwerke aus Europa und Nordamerika zusammen, um technologische Partnerschaften auszubauen und gemeinsame Marktpotenziale zu erschließen.
Die Veranstalter sehen insbesondere in der transatlantischen Zusammenarbeit große Chancen, da beide Regionen über komplementäre Kompetenzen verfügen und wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind. Ziel ist es, Entwicklung, Produktion und regulatorische Anforderungen stärker gemeinsam zu denken und neue Partnerschaften zu fördern.
SUPPLIERS FORUM behandelt zentrale Branchenthemen
Das COMPAMED SUPPLIERS FORUM by DeviceMed in Halle 8b widmet sich an allen vier Messetagen unterschiedlichen Schwerpunktthemen.
Zum Auftakt steht die Fertigung im Fokus. Moderne Verfahren wie 3D-Druck und gedruckte Elektronik eröffnen neue Möglichkeiten für individualisierte Medizinprodukte, während klassische Verfahren wie Spritzguss oder Zerspanung weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Der zweite Messetag beschäftigt sich mit regulatorischen Anforderungen. Die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR) und die In-vitro-Diagnostika-Verordnung (IVDR) bleiben zentrale Rahmenbedingungen für Hersteller und Zulieferer.
Am dritten Tag stehen innovative Werkstoffe und Smart Materials im Mittelpunkt. Sie gelten als wichtige Treiber für neue Implantate, medizinische Komponenten und patientenspezifische Lösungen.
Der Abschlusstag widmet sich der Künstlichen Intelligenz. Diskutiert werden Anwendungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus, von der vorausschauenden Wartung von Produktionsanlagen über automatische Qualitätskontrollen bis hin zum Einsatz von KI in der Post Market Surveillance. Gleichzeitig wird deutlich, dass KI und Cybersicherheit bei vernetzten Medizinprodukten untrennbar miteinander verbunden sind.
Plattform für Innovation und Partnerschaften
Die Vielfalt der COMPAMED zeigt sich auch an der Liste namhafter Aussteller. Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Verpackung, Werkstoffe, Robotik und Produktentwicklung präsentieren ihre neuesten Lösungen und verdeutlichen, wie eng die unterschiedlichen Kompetenzen der MedTech-Branche miteinander verzahnt sind.
Damit macht die COMPAMED 2026 sichtbar, dass medizinische Innovation weit mehr ist als das fertige Produkt. Erst das Zusammenspiel zahlreicher spezialisierter Technologien, Materialien und Partner ermöglicht den Weg von der ersten Idee über die industrielle Skalierung bis hin zur erfolgreichen Anwendung in der Gesundheitsversorgung. Genau an diesen Schnittstellen versteht sich die Düsseldorfer Fachmesse als zentrale Plattform für Wissenstransfer, Kooperation und Innovation. «
Quelle: Pressemitteilung von Timo Roth, Redaktion COMPAMED.de / Messe Düsseldorf GmbH vom 8. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)