Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 08:30 Uhr:

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Karnevals-Infos: Paukenschlag vor dem Sessionsstart: Zollstocker Dienstagszug 2027 abgesagt

Schlechte Nachrichten für den Kölner Karneval: Der traditionsreiche Zollstocker Dienstagszug wird 2027 nicht stattfinden. Steigende Kosten, immer strengere Sicherheitsauflagen und fehlende Unterstützung zwingen die Organisatoren zu diesem Schritt. Dennoch gibt es Hoffnung auf eine Rückkehr im Jahr 2028.

» Noch bevor die Karnevalssession richtig begonnen hat, sorgt eine Nachricht für Enttäuschung im Kölner Süden: Der Zollstocker Dienstagszug fällt im Jahr 2027 aus. Damit muss eine Veranstaltung pausieren, die seit rund 65 Jahren fest zum Karneval im Veedel gehört.

Die Organisatoren, die Freunde des Zollstocker Dienstagszuges, teilten die Entscheidung mit „schwerem Herzen“ mit. Für viele Jecke kommt die Absage überraschend, schließlich zog der Veedelszoch noch im Rekordjahr 2024 rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.

Als Hauptgrund nennen die Verantwortlichen die stark gestiegenen Kosten. Besonders die Sicherheitsauflagen schlagen nach Angaben des Vereins erheblich zu Buche. Allein die Durchführung des Zuges koste mittlerweile rund 13.000 Euro pro Jahr. Gleichzeitig werde es immer schwieriger, die notwendigen Einnahmen und Sponsorengelder zu sichern.

Hinzu kommen weitere Herausforderungen. Mehrere Gruppen haben ihre Teilnahme bereits aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt, darunter zwei Schulen sowie der Verein „Fidele Fortuna“. Auch die finanzielle Basis des Veranstalters ist begrenzt. Mit rund 80 Mitgliedern und einem Jahresbeitrag von 20 Euro pro Person sei die Finanzierung eines großen Karnevalszuges kaum möglich. Daher sei der Verein auf Sponsorinnen, Sponsoren und die Unterstützung aus dem Veedel angewiesen.

Doch nicht nur das Geld bereitet Sorgen. Laut Vereinsführung wird es zunehmend schwieriger, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Organisation zu gewinnen. Veranstaltungen wie ein Frühschoppen verliefen zuletzt enttäuschend, ein geplantes Veedelsfest musste sogar abgesagt werden. Gerade für die Vorbereitung und Durchführung eines Karnevalszuges sei das Engagement vieler Freiwilliger jedoch unverzichtbar.

Für Zollstock bedeutet die Absage einen spürbaren Verlust. Der Verein hatte sich im Jahr 2010 neu formiert und den Traditionszug seitdem mit großem Einsatz organisiert. Zudem steht ein personeller Umbruch bevor: Der langjährige Vorsitzende Michael Siegenbruck kündigte an, bei der Jahreshauptversammlung im November nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden kandidieren zu wollen.

Trotz aller Schwierigkeiten wollen die Verantwortlichen den Zollstocker Dienstagszug nicht endgültig aufgeben. Die Hoffnung richtet sich nun auf das Jahr 2028. Mit neuer Unterstützung aus dem Veedel, zusätzlichen Helferinnen und Helfern sowie einer stabileren finanziellen Grundlage soll der beliebte Karnevalszug möglichst zurückkehren. Für viele Menschen in Zollstock bleibt damit die Hoffnung bestehen, dass der traditionsreiche Veedelszoch schon bald wieder durch die Straßen zieht. «


Quelle: Matthias Trzeciak (mt) auf Express.de am 12. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)