Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 20:09 Uhr:
ca. 3 Minute(n) Lesezeit
Meldungen: Russland signalisiert Gesprächsbereitschaft: Neue Friedensgespräche zur Ukraine im November möglich
» Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Ukraine-Krieges zeichnet sich vorsichtige Bewegung ab. Russland hat nach Angaben des außenpolitischen Beraters des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die unterbrochenen Gespräche mit der Ukraine und den Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen.
Die Äußerungen erfolgten im Anschluss an ein Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Steve Witkoff, dem Sondergesandten des US-Präsidenten Donald Trump, in St. Petersburg. Nach russischen Angaben könnte bereits Anfang November eine neue Verhandlungsrunde stattfinden. Als möglicher Austragungsort wird Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten genannt.
Die Gespräche über eine Beendigung des Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten. Der Kreml machte dafür umfangreiche ukrainische Angriffe auf russisches Territorium während der jüngsten russischen Parlamentswahlen verantwortlich. Seitdem herrschte weitgehend Funkstille zwischen den Verhandlungspartnern.
Von US-Seite gibt es offenbar Bemühungen, die festgefahrene Situation zu überwinden. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen wurde bei Gesprächen in Oslo ein trilaterales Treffen auf technischer Ebene zwischen den USA, Russland und der Ukraine vorgeschlagen. Demnach hätten sowohl die ukrainische als auch die russische Seite diesem Ansatz zugestimmt.
Moskau betont weiterhin, dass künftige Gespräche über die Zeit nach dem Krieg hinausgehen müssten. Im Mittelpunkt solle der Aufbau einer neuen Sicherheitsordnung für Russland und die Ukraine stehen. Gleichzeitig verwies die russische Führung erneut auf angebliche militärische Erfolge entlang der Front. Diese Darstellung wird von der Ukraine sowie mehreren europäischen Staaten bestritten, die die Lage eher als weitgehend festgefahren einschätzen.
Die diplomatischen Bemühungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Washington und Kiew. US-Präsident Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Kritik an der ukrainischen Führung geäußert und angedeutet, dass andere Verhandlungsführer die Gespräche voranbringen könnten. Zudem sorgten Äußerungen aus den USA zur Russlandpolitik zuletzt auch in Europa für Besorgnis.
Ob die angekündigte Gesprächsbereitschaft tatsächlich zu neuen Verhandlungen und möglicherweise zu Fortschritten auf dem Weg zu einem Waffenstillstand oder einem Friedensabkommen führt, bleibt offen. Dennoch werten Beobachter die jüngsten Signale aus Moskau als möglichen Hinweis darauf, dass nach Monaten militärischer Auseinandersetzungen wieder stärker auf diplomatische Kanäle gesetzt werden könnte. «
Quelle: Artikel von Jaroslav Lukiv für die BBC vom 21. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)