Veröffentlicht am: 09.05.2019 um 10:53 Uhr:

Recht: Regeln für Mieterhöhungen?

Bei Mieterhöhungen fragen sich immer wieder Miete, ob hier alles mit rechten Dingen vorgeht. - Wann darf ein Vermieter die Miete erhöhen und um wie viel? Antworten zu diesen Fragen finden Sie im nachfolgenden Artikel, der im Kölner Wochenspiegel veröffentlicht wurde...

» (dpa-mag). Nicht jede Mieterhöhung ist rechtens. Es gibt Grenzen an die sich ein Vermieter halten muss - und er begründen muss eine erhöhte Miete auch begründen, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Er kann sich auf einen örtlichen Mietspiegel berufen, auf ein Gutachten von Sachverständigen oder auf mindestens drei Vergleichswohnungen, in denen heute schon so viel Miete gezahlt wird, wie mit der Mieterhöhung gefordert wird.

Bei Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete gilt generell: Sie darf auf die im Schnitt vor Ort gezahlte Miete für nach Baualter, Größe, Ausstattung und Lage vergleichbare Wohnungen angeglichen werden.

Bei Mieterhöhungen müssen Vermieter zudem eine Jahressperrfrist einhalten. Frühestens ein Jahr nach dem Einzug oder frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung darf die Miete steigen. Außerdem gilt eine Kappungsgrenze. Innerhalb von drei Jahren darf die Miete höchstens um 20 Prozent steigen, in Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf höchstens um 15 Prozent. Auch Fest-, Staffel- oder Indexmeiten können eine außerordentliche Mieterhöhung ausschließen. Bei Staffelmieten zum Beispiel steigt die Miete ohnehin zu bestimmten Zeitpunkten. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel vom 9. Januar 2019

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