Veröffentlicht am: 17.05.2019 um 08:00 Uhr:

Kölner Verkehrsbetriebe: Spezieller Kontrolleur-Service...

Es ist immer wieder eine Wonne mit den Kölner Verkehrsbetrieben zu fahren. Mal fallen Bahnen aus, mal sind Türen defekt, mal kennen sich die Verantwortlichen nicht in der eigenen Stadt aus und lassen ihre Kunden bei einem Bombenfund unnötigerweise zwischen Stationen laufen. Und mal gibt es Kontrolleure, die sich selbst zu wichtig nehmen...

Stellen Sie sich vor, sie kommen nach einem 8 Stunden Arbeitstag und einer 4,5 Stunden Bahnfahrt abends gegen 21:30 Uhr nach Köln zurück und sitzen in der Straßenbahn der Linie 4. Sie sind in Gedanken versunken und hören mit Kopfhörern Musik – nicht zu laut, aber so, dass Sie die Umgebungsgeräusche nur noch leicht hören.

Plötzlich bemerken Sie einen Personenschatten neben sich – aus Ihrer Sicht von hinten kommend - und spüren, wie jemand sie auf die Schulter tippt. Würden Sie dann sofort reagieren? Wohl eher nicht.

Der „freundliche“ Kontrolleur der Kölner Verkehrsbetriebe erwartete wohl dies. Diese Unhöflichkeit quittierte ich damit, dass ich ihm zwar meine Abo-Karte der KVB zeigte, aber erst einmal nicht aushändigte. Woraufhin er mich darauf hinwies, dass er sie an den Kartenleser halten müsse. Dies wollte ich für Ihn tun, aber das gefiel ihm erneut nicht. – Wo wir alle doch gewohnt sind unsere Karten persönlich vorzuhalten und aufzulegen: Payback im Supermarkt, EC-Karte bei der Bank und und und...

Er bot mir an, dass wir aussteigen können, was ich im Scherz bejahte, denn eigentlich wollte ich ja nur noch nach Hause. – Vielleicht sollte er auch einmal überlegen, ob die Polizei nicht für solche KVB-Kontrolleur-Scherze zu viel zu tun hat, denn bei einem gültigen Ausweis hätten die Polizisten doch auch gefragt, was jetzt genau das Problem ist...

Als er nun also die Abo-Karte ausgelesen hatte, war das Thema aber für Ihr noch nicht erledigt, denn er unterstellte mir, dass ich a) die Musik zu laut hätte, b) schlafen würde und c) meinte er dann noch mich beleidigen zu müssen.

Auf die Bitte mir doch seinen Ausweis einmal zu zeigen, merkte er, dass er wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist und meinte, sein KVB-Logo würde ausreichen. Dieses war ja beim ersten „Kontakt“ mit mir für mich gar nicht zu sehen.

Kleiner Tipp am Rande: Kunden, die ein gültiges Ticket haben, sichern aktuell den Betrieb der Kölner Verkehrsbetriebe (mit) und sichern auch das Gehalt dieses netten Kontrolleurs, schließlich gehe ich davon aus, dass die KVB nicht von den Schwarzfahrer-Einnahmen überleben könnte: Zum einen, weil viel zu selten kontrolliert wird und zum anderen die Kontrolleure wohl zu den falschen Zeiten unterwegs sind, denn in dem Bereich, den ich einsehen konnte, war jeder mit einem gültigen Fahrausweis unterwegs. – Sogar Fahrgäste mit einem mittelgroßen Rollenkoffer und einem dicken Rucksack, die man anmeckern und beleidigen kann...

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