Veröffentlicht am: 22.08.2019 um 13:07 Uhr:

Kölner Zoo: Sifakas sollen im Zoo einziehen

In absehbarer Zeit wird der Kölner Zoo ein neues Gehege und zwei neue Bewohner haben. Wenn Sie noch nie etwas von Coquerel-Sifakas gehört haben, dann ist dies sicher ein guter Grund demnächst einmal den Kölner Zoo zu besuchen, wenn diese dort eingezogen sind...

» Köln (sr). Auch wenn der Mitgliedsbeitrag des Zoo-Fördervereins nicht hoch ist, bei einer Mitgliederzahl von rund 3.000 kommt dennoch jedes Jahr eine stattliche Summe zusammen. In diesem Jahr sind es 80.000 Euro. Eine neue Anlage für Coquerel-Sifakas soll davon mitfinanziert werden. Dazu werden das alte Elefantenhaus, übrigens das älteste Gebäude auf dem Gelände, und die Freifläche davor umgebaut. Die Halbaffen leben wie alle Lemuren, ausschließlich auf Madagaskar. Die viertgrößte Insel der Welt liegt vor Afrika im Indischen Ozean und ist meiner einzigartigen Flora und Fauna ausgestattet. Das liegt daran, dass diese Insel schon sehr lange vom Festland getrennt ist. So konnten sich Tierarten wie die Lemuren entwickeln, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Coquerel-Sifakas leben ausschließlich im Norden der Insel und sind aufgrund des schwindenden Lebensraums stark vom Aussterben bedroht. Der Kölner Zoo möchte zwei Tiere aufnehmen und sich an einem internationalen Zuchtprogramm beteiligen. Die kuscheltierähnlichen Lemuren, die übrigens ein bisschen anders aussehen, als die Stofftiere, die der Zoovorstand mit zum Pressetermin brachte [...], leben in kleinen Familienverbünden in denen die weiblichen Tiere das Sagen haben. «


Quelle: Kölner Wochenspiegel vom 24. Juli 2019