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Veröffentlicht am: 02.03.2021 um 11:44 Uhr:

Tipp: 6 simplify-Tipps, wie Sie konzentriert bei der Sache bleiben

» Der Zahlenkünstler Rüdiger Gamm kann hochkonzentriert binnen kürzester Zeit schwierige Rechenaufgaben à la „17 hoch 18“ im Kopf durchführen. Eine ganz spezielle Begabung. Aber auch Sie können mit wenig Aufwand Ihre eigene Konzentration so steigern, dass Sie Ihre alltäglichen Aufgaben schneller und besser erledigen.


1. Nicht ohne Ihren Körper

Ihr Kopf funktioniert nur dann gut, wenn Sie die Grundbedürfnisse Ihres Körpers ernst nehmen.

simplify-Tipp: Wer genug schläft, lebt im Wachzustand doppelt. Testen Sie den Unterschied zwischen einer Woche, in der Sie von Tag zu Tag ein wachsendes Schlafdefizit aufbauen, und einer Woche, in der Sie jede Nacht genug schlafen. Auch den Unterschied zwischen einem Tag mit und einem Tag ohne regelmäßige und vollwertige Mahlzeiten können Sie testen. Wenn Sie dazu neigen, an der Zeit für Essen und Schlafen zu sparen, verankern Sie beides in Ihrem Kalender! Warten Sie nicht, bis Ihr Durst Sie an Ihren Flüssigkeitsbedarf erinnert, sondern stellen Sie sich immer etwas zu trinken in Ihr Sichtfeld.


2. Kampf dem Büroschlaf

Obwohl Sie nachts genug schlafen, werden Ihnen am Arbeitsplatz regelmäßig die Augenlider schwer? Häufige Ursachen: verbrauchte Luft und – in der kühleren Jahreszeit – überheizte Räume.

simplify-Tipp: Lüften Sie Ihr Büro alle 60 und Besprechungsräume alle 20 (!) Minuten. Falls Ihre Kollegen das für übertrieben halten, verweisen Sie auf die Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Öffnen Sie eigenhändig die Fenster. Dann können Sie gleich Ihren Kopf hinausstrecken und einige Male tief ein- und ausatmen. Die Raumtemperatur sollte bei 20 bis 22 Grad Celsius liegen. Kontrollieren Sie das mit einem Thermometer, und regeln Sie gegebenenfalls die Heizung runter – „behagliche Wärme“ ist ein echter Konzentrationskiller.


3. Nutzen Sie die 50-Minuten-Spanne

Viele Menschen springen von Arbeit zu Arbeit oder zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her. Wenn Herr P. Cehler am Computer einen Bericht verfassen muss, bestellt er dabei spontan bei Amazon ein Geschenk für seine Frau, recherchiert „schnell mal“ Hotels für den Kurzurlaub in London, sucht im Intranet seiner Firma den Namen des Datenschutzbeauftragten, leert seinen Maileingang ... Die Folge: Nach jeder Mini-Ablenkung muss er sich neu in seine eigentliche Aufgabe hineindenken.

simplify-Tipp: Bei US-Studenten verbreitet sind die „fokussierten 50 Minuten“. Das ist die Zeitspanne, die Sie sich (nach einigem Training) maximal auf eine einzige, auch unangenehme Aufgabe konzentrieren können. Haben Sie die geschafft, gönnen Sie sich 10 bis 20 Minuten Pause oder eine Arbeit, die Sie wirklich gern tun. Danach kommt die nächste 50-Minuten-Pflichtrunde.

Legen Sie also nicht nur fest, welche Arbeit Sie sich als Erstes vornehmen. Sondern vor allem: wann Sie damit fertig sind! „In 50 Minuten habe ich den Bericht geschrieben.“ Was länger dauert als 50 Minuten, teilen Sie in mehrere Abschnitte auf.


4. Als sei's das erste Mal

Gerade bei Routinetätigkeiten schleichen sich oft Fehler ein. Ganz gleich, ob Sie der Aufgabe positiv („Super, das kann ich im Schlaf“) oder negativ („Immer dasselbe!“) gegenüberstehen – Ihre Aufmerksamkeit sinkt, sobald Sie etwas als Routine einstufen.

simplify-Tipp: Gehen Sie an Ihre Aufgabe heran, als würde sie sich Ihnen das erste Mal stellen. Schauen Sie sich als Arzt den Patienten so gründlich an, als hätten Sie an diesem Tag nicht schon 5-mal „Magen-Darm-Virus“ diagnostiziert. Checken Sie als Kundenberater das Portfolio Ihres langjährigen Kunden so, als handle es sich um einen Neukunden.


5. Entrümpeln Sie Ihren Kopf

Sicher kennen Sie das: Sobald Sie mit einer Aufgabe beginnen, schießen Ihnen 1.000 Gedanken durch den Kopf, was Sie sonst noch alles tun müssen. Oder Sie sitzen am Schreibtisch und haben gute Ideen für alle möglichen Aufgaben – außer derjenigen, die gerade vor Ihnen liegt.

simplify-Tipp: Notieren Sie sich Ihre Gedankenblitze. So bekommen Sie den Kopf frei für das, was jetzt ansteht. Oft praktischer als ein großes Blatt sind einzelne Post-its, die Sie später dorthin kleben können, wo Sie sie brauchen (Projektmappen, Küchenpinnwand, Kalender). Auch mit Sorgen und Problemen, die Ihnen nicht aus dem Kopf wollen, können Sie so verfahren.


6. Plus 5

„Nur noch 5 Minuten“, betteln Kinder, wenn sie noch weiter vorgelesen bekommen möchten oder ihren Nintendo nicht ausschalten wollen. Und oft genug haben sie damit Erfolg. Machen Sie's ihnen nach! Überreden Sie sich selbst dazu, nicht gleich Schluss zu machen, wenn Ihre Gedanken beginnen abzuschweifen.

simplify-Tipp: Trainieren Sie Ihr Konzentrationsvermögen und Ihre Ausdauer, indem Sie nur noch 5 weitere Minuten lang nach dem Fehler in Ihrer Abrechnung suchen. Oder lesen Sie nur noch 5 weitere Seiten Ihres langweiligen Fachbuchs. Oder geben Sie nur noch 5 weitere Datensätze von Kunden ein. Oder schreiben Sie nur noch 5 weitere Sätze Ihres Berichts. Danach gestatten Sie sich guten Gewissens die nötige Pause. «


Quelle: Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl im simplify aktuell Newsletter vom 19. Februar 2019

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