Veröffentlicht am: 16.09.2020 um 23:07 Uhr:

Gedanken: War der Probealarm am bundesweiten Warntag tatsächlich ein Fehlschlag?

Die Warn-Apps "NINA" und "KATWARN" haben beim bundesweiten Warntag am 10. September 2020 erst mit einer halben Stunde Verspätung die entsprechende Warnmeldung angezeigt. Aber war deshalb der Probealarm ein Fehlschlag?

Aus der Sicht eines Software-Testers war der Probealarm definitiv kein Fehlschlag!

Warum nicht?

Der Probealarm hat aufgezeigt, wo die Schwächen im System liegen. Wenn nun der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn, Christoph Unger, sagt, dass sich verschiedene Leitstellen nicht an die Absprachen gehalten hätten, dann zeigt dies einen deutlichen Mangel der Auslöse-Software auf.

Wenn das System mehrere Auslösungen nicht verkraftet, dann würde ich mir nicht Sorgen um einen "verpatzten" Probealarm machen, sondern um den Katastrophenfall... Denn dann gibt es sicher keine Absprachen und die Software muss zuverlässig funktionieren und warnen/informieren. - Eine gewisse Stabilität sollte man von solch einer Warnsoftware erwarten dürfen!

Wenn nun aber Bundesinnenminister Seehofer den Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn absetzt, so sollte er sich selber einmal Fragen wo er unglücklich agiert...

Ich empfehle zu diesem Thema folgenden Artikel der Süddeutschen zu lesen: https://www.sueddeutsche.de/politik/katastrophenschutz-probealarm-warntag-1.5034676

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