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Veröffentlicht am: 22.08.2021 um 11:53 Uhr:

Gedanken: GDL-Streiks im Jahr 2021

Für Streiks mag es, wie Claus Weselsky sagte, nie den richtigen Zeitpunkt geben. - Und ja, es gibt sicher mit gutem Recht ein Streikrecht in Deutschland. - Trotzdem ist der aktuelle Streik der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) aus meiner Sicht extrem grenzwertig. Warum, das erläutere ich hier...

Ja, die Lokomotivführer(innen) sollen auch eine Gehaltserhöhung erfahren. - Absolut gerechtfertigt. So scheint es ja auch die Chef-Etage der DB (Deutsche Bahn AG) zu sehen.

Bei den Zugbegleiterinnen (männl. Begleiter eingeschlossen) wäre evtl. auch ein Corona-Bonus nachvollziehbar, aber...

... während der Corona-Pandemie fuhren viel weniger Fahrgäste Bahn. Aber alle gingen weiterhin fleißig im Supermarkt einkaufen. Und, wo ist da ein kräftiger Bonus geblieben? - Stimmt, der ist mehr oder weniger ausgeblieben. Übrigens auch bei Krankenhauspersonal, welches an vorderster Front gegen Corona kämpfte und weiterhin kämpft, ist es wohl eher Mau in Sachen Bonuszahlungen...

Die Corona-Pandemie hat nun auch dazu geführt, dass Lieferketten aus Asien zeitlich gesprengt wurden und erst jetzt langsam wieder anlaufen. - Wenn nun also die GDL nicht nur den Personenverkehr bestreikt, sondern auch den Güterverkehr, so bremst die GDL die deutsche Wirtschaft erneut aus.

OK, dann verlagern wir also den Transport von Gütern von der Schiene auf die Straße. - Ökologisch wenig sinnvoll, aber ökonomisch vermutlich die bessere Alternative in Zeiten von Bahn-Streiks. Von Fridays for Future hat her Weselsky vermutlich noch nie etwas gehört...

Gut, dann fahren nun also mehr LKWs über deutschlands Straßen. Hinzu kommen die Berufspendler, die corona-bedingt auf das Auto umgestiegen sind und diejenigen, die nun wegen des Streiks das Auto als Alternative zur Bahn nutzen müssen.
Es dürfte also recht eng auf Deutschlands Straßen und Autobahnen werden, weil Herr Weselsky seine ach so starken Muskeln spielen lässt und nicht verhandeln möchte.

Ach ja, im Rheinland könnte die Enge auf den Straßen und Autobahnen übrigens zum erliegen des Verkehrs führen. Denn wir hatten da noch eine Flutkatastrophe, die zwei wichtige Autobahnen so zerstört hat, dass diese aktuell nicht genutzt werden können.

Es wird also in den kommenden Tagen ein riesen Spaß werden, wenn man pünktlich zur Arbeit gelangen möchte.

Vielen Dank Herr Weselsky, dass Sie uns vor Augen führen, wie mächtig Sie und Ihre "kleine" Gewerkschaft sind. Aber auch vielen Dank an die Deutsche Bahn AG, dass Sie neben all den anderen Unannehmlichkeiten, die man als Kunde so erfährt, nun auch wieder in die Streikfalle der GDL getappt sind und wir Bürgerinnen und Bürger Ihre Unfähigkeiten ausbaden dürfen...

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