Veröffentlicht am: 26.11.2022 um 17:08 Uhr:

Kölner Karneval: 200 Jahre Kölner Karneval: Jubiläumsgala bietet eine Zeitreise der besonderen Art

* Jubiläumsgala anlässlich 200 Jahre Kölner Karneval in der Kölner Flora

* Zeitreise durch die verschiedenen Epochen des Fastelovends

* Auszeichnung für die Gründungsmitglieder der Bläck Fööss, Erry Stoklosa und Günther "Bömmel" Lückerath


  Foto: Fischer/Festkomitee | V.l.n.r.: Günther Bömmel Lückerath, Christoph Kuckelkorn und Erry Stoklosa
  
V.l.n.r.: Günther "Bömmel" Lückerath, Christoph Kuckelkorn und Erry Stoklosa.


» In der Kölner Flora wurde gestern Abend mit einer großen karnevalistischen Gala die Jubiläumssession 2023 eingeläutet. In festlicher Atmosphäre lud das Festkomitee Kölner Karneval die Gäste zu einer Zeitreise der anderen Art ein: Vom ersten Programmpunkt bis zum abschließenden Konzert von Cat Ballou führte Mike Hehn als Heinrich von Wittgenstein durch die 200-jährige Geschichte des Kölner Karnevals.

Der Abend war in fünf Abschnitte unterteilt: Angefangen mit der Thronbesteigung des Held Carneval im Jahr 1823, die von „De Kallendresser“ vertont wurde, folgten ein historischer Tanz der Hellige Knäächte un Mägde und ein Auftritt der Kölschen Funke rut-wieß vun 1823. Gemeinsam mit dem Kohberg-Orchester führte Thomas Cüpper anschließend durch die Jahre 1873 bis 1923 und sang Lieder von Willi Ostermann und Gerhard Ebeler. Karnevalslegende Wicky Junggeburth schloss die Ära mit einem Medley von Karl Berbuer ab und begeisterte mit Klassikern wie „Trizonesien“ und dem „Campinglied“. Ihm folgte J. P. Weber, der im dritten Abschnitt die Jahre 1923 bis 1973 in der einzigartigen Manier von Horst Muys präsentierte.

Neben den Rabaue hatte auch der designierte Prinz Karneval Boris I. (Boris Müller) einen Auftritt als Hans Hachenberg, besser bekannt als Doof Noß. Die Jahre 1973 bis 2023 läutete Ken Reise als Marie-Luise Nikuta ein und überzeugte mit dem Charme der Grande Dame. Ihm folgte der Tanz der Tanzpaare der neun Traditionskorps, die durch den krankheitsbedingten Ausfall der Paare der Roten Funken und des Reiter-Korps Jan von Werth nur zu siebt auf der Bühne standen.

Großen Anklang fand der Auftritt der Bläck Fööss mit einer Auswahl ihrer größten Hits, die die Textsicherheit des Publikums unter Beweis stellten. Für die beiden Gründungsmitglieder Erry Stoklosa und Günther „Bömmel“ Lückerath markierte der Abend den letzten Auftritt in der Flora gemeinsam mit ihren Bläck Fööss. Für ihre große musikalische Leistung und den Einfluss auf die Entwicklung der kölschen Musik überreichten der Präsident des Festkomitees, Christoph Kuckelkorn und die Vizepräsidentin Christine Flock den beiden als Dank und Anerkennung einen besonderen Preis: Kunstwerke gefertigt in einem nigerianischen Sozialprojekt. Die nummerierten und registrierten Unikate bilden den Kölner Dom ab.

„Mit den Bläck Fööss steht ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte auf der Bühne. Vor 52 Jahren haben sie den Karneval auf links gedreht mit ihren ungewöhnlichen Auftritten, und bis heute sind sie Inspiration für unzählige Künstler. Sie haben Großes für den Fastelovend geleistet und sorgen bei ihrem Publikum immer für Gänsehaut“, so Christoph Kuckelkorn.

Den Abschluss der Zeitreise markierte ein Blick in die Zukunft mit einem Auftritt von Cat Ballou. Mit typisch kölschen Speisen im Stil der jeweiligen Epoche wie Sülze, Erbsensuppe und Sauerbraten wurde der Abend stilgerecht abgerundet. «


  Foto: Fischer/Festkomitee | V.l.n.r.: Mike Hehn als Heinrich von Wittgenstein und Vicky Junggeburth
  
V.l.n.r.: Mike Hehn als Heinrich von Wittgenstein und Vicky Junggeburth



  Foto: Fischer/Festkomitee | De Kallendresser
  
De Kallendresser



  Foto: Fischer/Festkomitee | Tanz der Traditionskorps
  
Tanz der Traditionskorps



Quelle: Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval von 1823 vom 26. November 2022

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