Veröffentlicht am: 24.02.2024 um 20:07 Uhr:

Bundesregierung: Kulturstaatsministerin Roth zum zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine

Kulturstaatsministerin Roth: „Wir stehen fest an der Seite der ukrainischen Kultur!“

» Am 24. Februar 2024 jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zum zweiten Mal. Der Krieg gegen die Ukraine richtet sich vor allem gegen die dort lebenden Menschen und auch ganz gezielt gegen die ukrainische Kultur und Identität. So wurden in den vergangenen zwei Jahren weit über 300 Kulturstätten in der Ukraine beschädigt.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Seit nunmehr zwei Jahren versucht Russland mit einem verbrecherischen Angriffskrieg die Menschen in der Ukraine und ihre Freiheit unter das Joch des Putin-Regimes zu zwingen. Gezielt wird von russischer Seite versucht, die ukrainische Nation, ihre Identität und Kultur zu zerstören. Das hat vor allem sehr viele Opfer unter den Ukrainerinnen und Ukrainern gefordert. Außerdem wurden und werden tagtäglich Kulturorte und Kulturschätze der Ukraine angegriffen, beschädigt und zerstört. Seit zwei Jahren erwehren sich die Ukrainerinnen und Ukrainer mit großem Mut und viele von ihnen mit dem Einsatz ihres Lebens gegen die russische Invasion. Ihnen gilt unsere volle Solidarität und fortdauernde Unterstützung. Wir stehen und werden weiter an der Seite der Ukraine und ihrer Kultur stehen. Russland darf diesen Krieg nicht gewinnen!“

Zu den kulturellen Einrichtungen, die in der Ukraine bislang beschädigt wurden, zählen unter anderem über 30 Museen, zahlreiche Archive und Bibliotheken, aber auch religiöse Stätten wie die Verklärungskathedrale in Odessa.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth weiter: „Jede einzelne Zerstörung ist ein großer Verlust für die ukrainische aber auch insgesamt die europäische Kultur. All diese Angriffe sind Anschläge auf das kulturelle Gedächtnis der Ukrainerinnen und Ukrainer, aber auch auf ihre Entscheidung, Europa, die Freiheit und die Demokratie zu wählen. Die Kultur der Ukraine zerstören zu wollen, ist gleichzeitig der Versuch, diese Stimmen der Demokratie zum Schweigen zu bringen. Wir müssen und werden das Ringen der Ukrainerinnen und Ukrainer, ihre Kultur zu erhalten, weiter unterstützen. Es gilt, die Kultur und die Kulturgüter der Ukraine zu schützen und Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen dabei zu helfen, in der Ukraine wie bei uns arbeiten zu können, sichtbar und hörbar zu sein.“

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) setzt sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs für Kultur und Medien in der Ukraine ein. Nach Kriegsbeginn hat der Bund 2022 kurzfristig rund 20 Millionen Euro aus dem Ergänzungshaushalt bereitgestellt. Damit konnten umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kreativen aus der Ukraine gefördert werden. Insbesondere konnten damit auch Exilmedien strukturell gefördert sowie die Arbeit der Deutschen Welle für die Ukraine und Russland gestärkt werden. Außerdem wurde der ukrainische Kulturgutschutz damit nachhaltig unterstützt.

Mehrere dieser Initiativen wurden 2023 weiterhin aus dem Etat der BKM gefördert. Auch in diesem Jahr unterstützt BKM Projekte aus den Bereichen der Literatur- und Buchbranche, der bildenden Kunst sowie des Films. So unterstützt die BKM aktuell ein Ausstellungs- und Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für westliche und östliche Kunst aus Odessa und den Staatlichen Museen zu Berlin. In einer Sonderausstellung sollen ab Januar 2025 in Berlin rund 60 Gemälde aus der Sammlung des ukrainischen Museums zusammen mit Gemälden der Berliner Bestände gezeigt werden. Eine erste Auswahl von zwölf Bildern ist bis zum 28. April 2024 in der Berliner Gemäldegalerie zu sehen. Die BKM fördert das Projekt mit bis zu 900.000 Euro.

Darüber hinaus beteiligt sich die BKM auch 2024 mit 200.000 Euro am Europäischen Solidaritätsfonds für den Ukrainischen Film (European Solidarity Fund for Ukrainian Films, ESFUF). Der Fonds unterstützt die Entwicklung oder Postproduktion von Koproduktionen zwischen ukrainischen und europäischen Filmschaffenden.

Der Schutz von ukrainischen Kulturgütern wird bei der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine im Juni in Berlin eine zentrale Rolle spielen.

Weitere Informationen zu den Unterstützungsmaßnahmen der BKM für die Ukraine finden Sie hier. «


Quelle: Pressemitteilung 47 des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 23. Februar 2024

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