Foto-Glossar
Available-Light-Fotografie
Nicht immer ist ein Blitzlicht sinnvoll, erlaubt oder angemessen. Auch zusätzliche Scheinwerfer sind etwa bei der Konzertfotografie nicht ohne Weiteres zur Hand. Wie Sie solche Situationen lösen, beschreibt die Available-Light-Fotografie, also das Arbeiten mit dem Licht, das vor Ort gegeben ist. Doch auch als Stilmittel lässt sich diese Form der Fotografie gut einsetzen. Dazu benötigen Sie in der Regel ein besonders lichtstarkes Objektiv, gepaart mit einem hohen ISO-Wert Ihrer Digitalkamera. Anderes als bei Fotografien bei Nacht verzichtet man in der Regel auf ein Stativ und auch eine Beschränkung auf die Tages- bzw. Nachtzeit entfällt: Sie fotografieren dort, wo Sie fotografieren wollen - mit dem Licht, das dort gegeben ist. Auf diese Weise fangen Sie die speziellen Momente so ein, wie sie tatsächlich sind. Die Schwierigkeit sind dabei die Unschärfen, die durch den Verzicht auf ein Stativ entstehen können. Auch wenn stativähnliche Objekte als Stabilisierung verwendet werden können, treten Unschärfen durch Bewegungen im Bild auf. Auch ein höherer Kontrastumfang, also der Unterschied zwischen dunklen und hellen Bereichen, oder Mischlicht sind Hürden, die Sie bei der Available-Light-Fotografie nehmen müssen. Der Lohn sind häufig authentische und sehr reale Fotos der jeweiligen Szenen.
Quelle: Foto Praxis 1/13