Foto-Glossar
Drehzoom
Während die Wechselobjektive von D-SLRs generell einen Zoomring haben, mit dem die Brennweite mechanisch verstellt wird, dominiert bei Kompaktkameras die elektronische Brennweitenverstellung mit einem Zoommotor, dessen Drehrichtung, und seltener auch die Geschwindigkeit, durch Zoomtasten oder einen Zoomhebel gesteuert wird. Die Objektive einiger Kompaktkameras der oberen Ausstattungs- und Preiskategorie haben dagegen einen mechanischen Zoomring, dessen Bewegung mit einem Getriebe übertragen wird, um die Linsengruppen zur Brennweitenverstellung zu verschieben. Ein solches Drehzoom ist nicht nur feinfühliger zu steuern und daher präziser, sondern auch meist schneller. Es erzwingt allerdings eine voluminösere Bauweise und verhindert, dass das Objektiv beim Ausschalten in die Kamera eingezogen werden kann, weshalb für Ultrakompaktkameras das motorische Zoom vorgezogen wird.
Quelle: fotoMagazin Wissen 03/2009