Veröffentlicht am: 12.08.2025 um 15:42 Uhr:

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Bundesregierung: Vollständiger Konsens zu allen Themen

Der Bundeskanzler zeigte sich zum Abschluss des G7-Gipfels in Kanada „sehr zufrieden mit dem Verlauf”. Zu allen behandelten Themen habe es einvernehmliche, gemeinsame Erklärungen gegeben. Er ging dabei vor allem auf die Themen Iran und Ukraine ein.

» „Unter den G7-Staaten hat es einen vollständigen Konsens zu allen Themen gegeben, und zwar auch in den Schlussfolgerungen, die wir aus den Themen ziehen”, so Bundeskanzler Friedrich Merz in seinem Pressestatement nach der letzten Arbeitssitzung des G7-Gipfels in Kanada. Aus seiner Sicht sei der Gipfel erfolgreicher verlaufen, „als ich am Anfang gedacht hatte”.

Als einen inhaltlichen Schwerpunkt nannte Merz den Iran. Dieses Thema sei mit der gemeinsamen Haltung der G7 zum Konflikt um das Atomwaffenprogramm des Iran bereits am Montagabend abgeschlossen gewesen. In der letzten Arbeitssitzung des Gipfels habe es einen Austausch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegeben.

„Es bleibt dabei: Wir werden die Ukraine weiterhin militärisch unterstützen. Darüber gibt es einen Konsens nicht nur in der Europäischen Union, sondern auch in der Gruppe der Sieben”, so Kanzler Merz. Es gehe jetzt darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Ziel sei es, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. „Der Ball liegt in Moskau”, so Kanzler Merz.

Lesen Sie hier die Mitschrift des Pressestatements:

Bundeskanzler Friedrich Merz:

Meine Damen und Herren, wir haben gerade die letzte Arbeitssitzung abgeschlossen. Ich kann sagen, dass dieser G7-Gipfel weitaus erfolgreicher ist, als ich am Anfang gedacht hatte. Wir haben zu allen sieben Themen, die wir behandelt haben, einvernehmliche, gemeinsame Erklärungen abgegeben. Unter den G7-Staaten hat es einen vollständigen Konsens zu allen Themen gegeben, und zwar auch in den Schlussfolgerungen, die wir aus den Themen ziehen.

Ein wichtiges Thema war bereits gestern Abend abgeschlossen, nämlich unsere gemeinsame Haltung zum Konflikt um das Atomwaffenprogramm des Iran. Der amerikanische Präsident ist bereits gestern Abend nach Washington gereist, um weitere Entscheidungen der amerikanischen Regierung vorzubereiten. Aber heute den ganzen Tag hat Finanzminister Scott Bessent an den Sitzungen teilgenommen.

Wir haben in der letzten Sitzung mit dem Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, über den weiteren Gang der Dinge dort beraten, also vor allem die Frage behandelt, wie wir es schaffen, Russland möglichst bald an den Verhandlungstisch zu bekommen. Wir haben verschiedene Optionen besprochen. Es bleibt dabei: Wir werden die Ukraine weiterhin militärisch unterstützen. Darüber gibt es einen Konsens nicht nur in der Europäischen Union, sondern auch in der Gruppe der Sieben.

Wir werden jetzt alle Möglichkeiten ausschöpfen, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. In der Europäischen Union gibt es dazu bereits ein umfassendes Paket. Das haben wir heute dargestellt. Wir haben mit der amerikanischen Seite auch noch einmal über verschiedene Möglichkeiten weiterer Sanktionen gesprochen. Ich gehe mit dem vorsichtigen Optimismus zurück nach Deutschland, dass es auch in Amerika in den nächsten Tagen Entscheidungen geben wird, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

Wir alle sind uns einig gewesen, dass wir alles tun müssen, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Das, was wir leisten können, wollen wir tun. Der Ball liegt in Moskau. Es bleibt dabei: Russland hat es allein in der Hand, diesen Krieg zu beenden. – Wenn wir Möglichkeiten haben, Russland dazu zu bringen, an den Verhandlungstisch zu kommen, durch militärische Unterstützung der Ukraine, vor allem aber durch weitere Sanktionen gegen Russland, dann wollen wir diese Möglichkeiten wahrnehmen. Meine persönliche Hoffnung ist, dass wir mit der Geschlossenheit, die wir unter den G7-Staaten gezeigt haben, jetzt noch einmal ein klares Signal setzen, was wir wollen. Was die Ukraine betrifft, so wollen wir so schnell wie möglich das Ende dieses schrecklichen Krieges.

Noch einmal: Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Verlauf. Ich bin auch mit der gesamten Gesprächsatmosphäre sehr zufrieden. Sie war sehr kollegial, sehr offen und an keiner Stelle kontrovers oder gar konfrontativ. Wir haben unterschiedliche Auffassungen ausgetauscht und sind zu gemeinsamen Ergebnissen gekommen. Das freut mich sehr.

Herzlichen Dank! Wir sehen uns auf dem Rückflug. «


Quelle: Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 17. Juni 2025

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