Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 10:20 Uhr:
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Wissen: Welche Stadt ist die älteste Italiens?
» Alle Wege, so scheint es, führen ins süditalienische Matera: Die Griechen, die Römer, die Langobarden waren schon da, ebenso die Sarazenen, die Normannen, sogar die Franzosen. Heute kommen Reisende aus aller Welt. Was den 59.620-Einwohner-Flecken in der Region Basilikata so einzigartig macht? Matera ist nicht nur die älteste Stadt Italiens, sie gilt als eine der ältesten Städte der Welt. Seit über 9000 Jahren wohnen Menschen auf dem Karstplateau über der Schlucht von Gravina di Matera. 1993 wurde Matera UNESCO-Weltkulturerbe, war 2019 Kulturhauptstadt Europas.
Kultur bietet Matera in der Tat reichlich – und noch mehr Geschichte. Der Ort ist berühmt für seine Höhlenwohnungen. Schon 7000 v. Chr. Wurden erste Wohngrotten in die Tuffsteinwände gehauen. Um die 3000 sollen es heute sein, zu finden vornehmlich in den Vierteln Sasso Caveoso und Sasso Barisano. Dazu kommen rund 160 oft mit Fresken verzierte Felsenkirchen. Noch bis in die 1960er waren die Höhlen Elendsquartiere. Die Sassi – die Steine – seien ein „höllischer Krater“, schrieb Carlo Levi 1945 in seinem Bestseller „Christus kam nur bis Eboli“. Heute beherbergen sie Restaurants, Museen oder Designhotels.
Weitere Highlights: die Cattedrale della Madonna della Bruna e di Sant’Eustachio. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert thront auf dem höchsten Punkt Materas. Doch die verwinkelten Altstadtgassen ziehen nicht nur Geschichts- und Architekturfans an, sondern auch Filmschaffende. In Matera entstanden Blockbuster wie zum Beispiel „Die Passion Christi“ und „James Bond: Keine Zeit zu sterben“. «
Quelle: Angela Zierow in der HÖRZU vom 25. April 2025