Veröffentlicht am: 06.03.2026 um 08:29 Uhr:
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Köln: 315.000-mal 112 gewählt
» Insgesamt gingen 314.788 Notrufe bei der Feuerwehr Köln ein. Daraus resultierten 227.888 Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. Das entspricht durchschnittlich 862 Notrufen und 624 Einsätzen pro Tag.
Der Notruf 112 ist immer dann richtig, wenn akute Gefahr für Menschen, Tiere oder Sachwerte besteht, etwa bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder schweren Verletzungen, Bränden, Explosionen oder Rauchentwicklung, schweren Verkehrsunfällen, Bewusstlosigkeit oder Atemnot – eben in allen Situationen, in denen schnelle Hilfe lebensrettend ist.
Im Notfall zählt jede Minute. Die Leitstelle entsendet unverzüglich die Feuerwehr und/oder den Rettungsdienst. Gleichzeitig unterstützen die Disponenten die Anrufer telefonisch bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen – etwa bei der Laienreanimation, bei Bränden oder technischen Hilfeleistungen – und überbrücken so die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte.
Als erstes wird immer der Unfallort abgefragt. Diese wichtige Information stellt sicher, dass Einsatzmittel auch dann entsandt werden können, wenn die Verbindung unerwartet abbrechen sollte. Der Anrufer wird anschließend strukturiert durch das Gespräch geführt. Wichtig: Das Gespräch wird immer durch die Leitstelle beendet, nicht durch den Anrufer.
Die Rufnummer 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) ist hingegen keine Notrufnummer, sondern die richtige Wahl bei nicht lebensbedrohlichen medizinischen Problemen, zum Beispiel wenn die Hausarztpraxis geschlossen ist, ärztlicher Rat benötigt wird, aber kein Notfall vorliegt. «
Quelle: "Express - Die Woche" vom 20./21. Februar 2026